UEFA-Chef Ceferin verspricht faire EM-Tickets 2028 nach WM-Preiskritik
Ceferin: Günstige EM-Tickets 2028 nach WM-Preiskritik

UEFA-Chef Ceferin verspricht faire EM-Tickets 2028 nach WM-Preiskritik

Mit einem deutlichen Seitenhieb in Richtung des Weltfußballverbands FIFA und dessen Präsident Gianni Infantino hat UEFA-Chef Aleksander Ceferin den Fans günstige Tickets für die nächste Fußball-Europameisterschaft zugesichert. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union betonte beim Verbandskongress in Brüssel, dass Fußball Identität und Gemeinschaft sei und keine Industrie oder Ware.

Fan-freundlicher Ticketverkauf als Prinzip

Ceferin erklärte, dass die Überzeugung der UEFA ihre Entscheidungen leite. „Aus diesem Grund setzt sich die UEFA weiterhin stark für den fan-freundlichen Ticketverkauf ein“, sagte er. Besonders deutlich werde dies bei der EM 2028, wo faire und transparente Prinzipien im Vordergrund stünden und nicht Preis-Algorithmen, die die Fans an die erste Stelle setzen.

Der Slowene versicherte: „Wir werden Familien nicht durch hohe Preise ausschließen und Loyalität nicht in Luxus verwandeln.“ Die Europameisterschaft in zwei Jahren wird in England, Wales, Schottland und Irland ausgetragen. Konkrete Ticketpreise nannte Ceferin in seiner Ansprache noch nicht, doch die Ankündigung markiert einen klaren Kurs.

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Hintergrund: Aufregung um hohe WM-Preise

Zuletzt hatte es massive Kritik an den hohen Ticketpreisen bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada in diesem Sommer gegeben. Die FIFA hatte dort ein dynamisches Preissystem etabliert, das sich nach der Nachfrage reguliert – eine in den USA übliche Praxis, die jedoch bei vielen Fans auf Empörung stieß.

Als Reaktion darauf führte die FIFA nachträglich für die treuesten Anhänger der jeweiligen Teams eine Kategorie mit günstigeren Tickets ein, allerdings nur in begrenzter Anzahl. Dieser Kontrast zur geplanten UEFA-Strategie unterstreicht Ceferins Position, der mit seiner Aussage indirekt die kommerzielle Ausrichtung der FIFA kritisiert.

Die Ankündigung des UEFA-Chefs kommt somit zu einem Zeitpunkt, in dem die Debatte um erschwingliche Tickets im Profifußball an Brisanz gewinnt. Sie spiegelt den wachsenden Druck auf Verbände wider, die Interessen der Fans stärker zu berücksichtigen und den Sport nicht zur reinen Handelsware verkommen zu lassen.

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