Chelsea-Star Enzo Fernández für zwei Spiele suspendiert – Berater spricht von "völlig unfairer" Strafe
Der Chelsea-Star Enzo Fernández muss für zwei wichtige Spiele pausieren. Sein Berater Javier Pastore hat nach Bekanntgabe der Suspendierung deutliche Kritik geäußert und die Entscheidung des Londoner Fußballklubs als "völlig unfair" bezeichnet.
Suspendierung in entscheidender Saisonphase
Die Nachricht, dass Chelsea-Cheftrainer Liam Rosenior seinen Kapitän Enzo Fernández in einer äußerst wichtigen Phase der Saison für zwei Partien aus dem Kader streicht, sorgte in der europäischen Fußballwelt für erhebliche Aufregung. Der Argentinier wird seinem Team sowohl im FA-Cup-Spiel gegen Port Vale als auch in der Premier-League-Begegnung bei Manchester City nicht zur Verfügung stehen.
Berater Pastore verteidigt seinen Klienten scharf
Javier Pastore, der Berater des 25-jährigen Mittelfeldspielers, zeigte sich nach der Bekanntgabe der Suspendierung äußerst verärgert. Im Gespräch mit The Athletic betonte er: "Die Strafe ist völlig unfair – den Spieler für zwei Spiele zu sperren, die zudem für Chelsea absolut entscheidend sind, da es um die Qualifikation für die Champions League geht und er einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft ist."
Pastore führte weiter aus: "Ich halte das angesichts der aktuellen Situation von Chelsea für viel zu hart, und es gibt keinen wirklichen Grund oder keine Rechtfertigung dafür, warum er gesperrt wurde." Der Berater kritisierte damit die Entscheidung des Klubs als unverhältnismäßig und nicht nachvollziehbar.
Hintergrund der Suspendierung
Die Suspendierung erfolgte nach Aussagen von Enzo Fernández in argentinischen Medien, in denen der Spieler seine Zukunft beim Klub offengelassen hatte. Der Argentinier hatte einige Tage zuvor betont, dass er gerne in Madrid leben wolle, sollte er London verlassen, da ihn die spanische Hauptstadt an seine Heimatstadt Buenos Aires erinnere.
Pastore erklärte dazu: "Enzo hat die Situation nicht verstanden. Als der Trainer es ihm mitteilte, hat er es akzeptiert, denn er ist ein äußerst professioneller Spieler, der sich überall voll und ganz einsetzt und Entscheidungen respektiert. Wir verstehen diese Strafe jedoch nicht, da er keinen Verein erwähnt oder sagt, dass er Chelsea verlassen möchte."
Berater relativiert Madrid-Äußerungen
Der Berater versuchte, die Aussagen seines Klienten zu relativieren: "Der Chelsea-Star habe lediglich Madrid erwähnt, die Stadt, weil er gefragt wurde, in welcher europäischen Stadt er eines Tages gerne leben würde, und er sagte Madrid wegen der Sprache, weil sie der von Buenos Aires ähnelt, und weil es logisch ist – es ist nur natürlich, dass ein Argentinier das sagt – und auch wegen der Kultur, des Wetters … aber zu keinem Zeitpunkt sagt er, dass er Chelsea oder London verlassen möchte."
Enzo Fernández war im Januar 2023 für die Rekordsumme von umgerechnet rund 121 Millionen Euro von Benfica Lissabon zu Chelsea gewechselt und hatte sich seitdem zu einem der wichtigsten Spieler der Mannschaft entwickelt. Die aktuelle Suspendierung trifft den Klub daher in einer besonders sensiblen Phase, in der es um die Qualifikation für die Champions League geht.



