Kampf um die Champions League: Leverkusens Trainer sieht Konkurrenten im Vorteil
Im erbitterten Rennen um die begehrten Champions-League-Plätze in der Bundesliga sieht Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand die Konkurrenten RB Leipzig und TSG Hoffenheim klar im Vorteil. Der dänische Cheftrainer äußerte am Freitag vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim ernste Bedenken bezüglich der physischen Belastung seiner Mannschaft.
Die Belastung der englischen Wochen als entscheidender Faktor
Hjulmand betonte besonders die zusätzliche Belastung durch die sogenannten englischen Wochen, die sich für die Werkself als entscheidender Nachteil erweisen könnten. „Wir hatten zwölf anstrengende Spiele in der Champions League zu absolvieren, während Leipzig diese europäische Belastung nicht hatte“, erklärte der 53-Jährige. „Auch Hoffenheim hat keine europäischen Spiele in den Beinen und kann dementsprechend mit hoher Intensität und frischen Kräften agieren.“
Für Bayer Leverkusen steht am Samstag um 15:30 Uhr das insgesamt elfte Pflichtspiel binnen 28 Tagen an. Um den Kontakt zum Mindestziel Platz vier und damit zur erneuten Qualifikation für die Königsklasse nicht abreißen zu lassen, ist ein Sieg gegen Heidenheim nach Hjulmands Worten absolute Pflicht. „Wir befinden uns aktuell in der Position des Jägers“, so der Trainer. „Die Möglichkeit besteht noch, aber es wird zweifellos äußerst schwierig werden.“
Länderspielpause als willkommene Atempause
Der Tabellensechste sehnt die anstehende Länderspielpause regelrecht herbei, die dringend benötigte Erholung und Trainingszeit verspricht. Hjulmand plant, diese spielfreie Phase intensiv zu nutzen, um seine Mannschaft taktisch auf ein neues Level zu führen. „Es wird eine ausgezeichnete Gelegenheit sein, mehr Details in unserem Spielsystem zu erarbeiten und zu verfeinern“, verriet der Leverkusener Chefcoach.
Auf der Ostalb kann Hjulmand wieder auf Torhüter Mark Flekken zurückgreifen, der nach einer Verletzungspause zur Verfügung steht. Ob der Niederländer jedoch gegenüber Janis Blaswich den Vorzug erhält, der beim FC Arsenal überzeugende Leistungen gezeigt hat, bleibt vorerst unklar. Welchem der beiden Torhüter er am Samstag das Vertrauen schenken wird, wollte Hjulmand nicht verraten und hielt sich diesbezüglich bedeckt.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Bayer Leverkusen trotz der enormen Belastung durch internationale und nationale Pflichtspiele den Anschluss an die Champions-League-Plätze halten kann oder ob die frischen Konkurrenten Leipzig und Hoffenheim ihren Vorteil tatsächlich ausspielen können.



