Energie Cottbus dreht Partie dank Einwechselspielern in Aspach
Energie Cottbus hat einen möglichen Rückschlag im Aufstiegsrennen der 3. Liga erfolgreich abgewendet. In einer spannenden Begegnung beim VfB Stuttgart II in Aspach gelang den Lausitzern ein 2:1 (0:0)-Sieg, der maßgeblich durch eine starke zweite Halbzeit und den Einsatz von Einwechselspielern geprägt war. Vor 1.600 Zuschauern erzielten Tolcay Cigerci in der 60. Minute per Handelfmeter und Axel Borgmann in der 64. Minute die entscheidenden Treffer für den FC Energie.
Strittige Entscheidungen und verhinderte Führung
Das Spiel wurde von kontroversen Schiedsrichterentscheidungen dominiert, die den Verlauf erheblich beeinflussten. Bereits in der ersten Halbzeit sorgte ein aberkanntes Tor für Aufregung. In der 21. Minute traf Anderson Lucoqui mit einem abgefälschten Schuss, doch Schiedsrichter Assad Nouhoum entschied auf Abseits, da King Manu aus seiner Sicht aktiv in die Szene eingriff. Diese umstrittene Entscheidung verhinderte eine frühe Führung für Cottbus, obwohl der FC Energie den ersten Spielabschnitt klar bestimmte, jedoch mit wenigen konkreten Torchancen.
Überraschende Führung und entscheidende Wechsel
Nach der Pause agierte Energie Cottbus zunächst zu lethargisch, was der VfB Stuttgart II ausnutzte. Mansour Ouro-Tagba erzielte in der 51. Minute überraschend die Führung für die Gastgeber. Doch Trainer Claus-Dieter Wollitz reagierte prompt und brachte mit Tolcay Cigerci, Axel Borgmann und Moritz Hannemann gleich drei etatmäßige Stammspieler von der Bank. Eigentlich sollten diese Leistungsträger für das bevorstehende Derby gegen Hansa Rostock am Samstag geschont werden, doch ihre Einwechslung erwies sich als spielentscheidend.
Doppelschlag und kontroverse Tore
Direkt nach dem Dreifach-Wechsel sorgten die Einwechselspieler für einen fulminanten Doppelschlag. Der Handelfmeter für Energie Cottbus in der 60. Minute war dabei genauso strittig wie das zuvor nicht gegebene Abseitstor. Der Ball sprang VfB-Akteur Samuele di Benedetto an den angelegten Arm, woraufhin Tolcay Cigerci den Elfmeter eiskalt ins linke Eck verwandelte. Nur vier Minuten später bereitete Cigerci mit einem unwiderstehlichen Solo bis zur Grundlinie den Siegtreffer von Axel Borgmann vor, der das 2:1 erzielte.
Kleiner Wermutstropfen für Cottbus
Trotz des wichtigen Siegs gab es einen kleinen Wermutstropfen für Energie Cottbus. Moritz Hannemann kassierte in der Partie seine fünfte Gelbe Karte und ist somit für das Ost-Duell gegen Hansa Rostock am Samstag gesperrt. Dies könnte die Mannschaft im Aufstiegsrennen der 3. Liga vor Herausforderungen stellen, doch der Sieg in Aspach festigt die Position der Lausitzer und unterstreicht ihre mentale Stärke in knappen Situationen.
Insgesamt zeigte das Spiel, wie entscheidend taktische Wechsel und die Tiefe des Kaders in engen Partien sein können. Energie Cottbus bewies einmal mehr, dass sie auch unter Druck reagieren und Spiele drehen können, selbst wenn strittige Schiedsrichterentscheidungen den Verlauf beeinflussen.



