Real Madrids Torwart-Thron wackelt: Courtois mit schwerer Muskelverletzung
Die Sorgen bei Real Madrid um Stammtorhüter Thibaut Courtois haben sich bestätigt. Nach seinem vorzeitigen Auswechselung im Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City deutet nun alles auf eine ernsthafte Verletzung hin. Erste medizinische Untersuchungen legen einen Riss im rechten Adduktorenmuskel nahe, wie die angesehene Sportzeitung AS berichtet.
Offizielle Diagnose steht noch aus
Eine offizielle Bestätigung der Diagnose durch den Verein wird für Donnerstag erwartet. Die genaue Dauer der Ausfallzeit hängt maßgeblich vom Schweregrad der Muskelverletzung ab. Bei einem größeren Riss droht dem belgischen Nationaltorwart eine längere Zwangspause, die möglicherweise bis in die entscheidende Phase der Champions League reichen könnte.
Für das kommende Stadtderby gegen Atlético Madrid am Samstag steht Courtois praktisch nicht zur Verfügung. Dies stellt Trainer Álvaro Arbeloa vor erhebliche personelle Herausforderungen in der defensiven Formation.
Bayern-Duell in der Champions League gefährdet
Besonders brisant ist die Situation im Hinblick auf das anstehende Viertelfinale der Königsklasse. Real Madrid wird voraussichtlich auf den FC Bayern München treffen, wobei die Hinspiele am 7. und 8. April angesetzt sind. Die Rückspiele folgen eine Woche später.
Im schlimmsten Fall könnte Courtois diese entscheidenden Begegnungen verpassen, was die Defensivstrategie der Madrilenen erheblich beeinträchtigen würde. Die Verletzung trifft den Rekordmeister zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt der Saison.
Entwarnung erwies sich als verfrüht
Nach dem Spiel gegen Manchester City hatte Trainer Arbeloa noch von „leichten Beschwerden“ bei Courtois gesprochen und damit Entwarnung signalisiert. Offenbar hat es den 33-jährigen Torhüter jedoch schwerer erwischt als zunächst angenommen.
Courtois war beim 2:1-Erfolg im Etihad Stadium zur Halbzeitpause in der Kabine geblieben und nicht mehr auf den Platz zurückgekehrt. Diese Entscheidung erwies sich im Nachhinein als weitsichtig, könnte jedoch langfristige Konsequenzen für die Mannschaft haben.
Die medizinische Abteilung von Real Madrid arbeitet nun unter Hochdruck an einer genauen Diagnose und einem Behandlungsplan. Die kommenden Tage werden zeigen, wie lange der Schlüsselspieler tatsächlich ausfallen wird und ob Ersatztorwart Andrij Lunin dauerhaft zwischen den Pfosten stehen muss.



