Darts-Star Clayton droht mit Boykott: Keine Turniere mehr außerhalb Großbritanniens
Darts-Star Clayton droht mit Boykott ausländischer Turniere

Darts-Star Clayton droht mit Boykott ausländischer Turniere

Der walisische Darts-Profi Jonny Clayton hat mit einem Boykott von Turnieren außerhalb Großbritanniens gedroht. Hintergrund sind die seit dem Brexit deutlich verlängerten Wartezeiten bei Grenzkontrollen, die den Spielern zunehmend zu schaffen machen.

„Zwei-Stunden-Schlangen? Keine Chance“

„Das könnte ein ernstes Gespräch werden, denn am Ende des Tages stelle ich mich nicht umsonst in Schlangen an“, erklärte Clayton gegenüber der britischen Zeitung The Sun. Der Weltklassespieler, der aktuell auf Platz fünf der Weltrangliste steht, fügte deutlich hinzu: „Zwei-Stunden-Schlangen? Keine Chance, auf keinen Fall. Ich bin ohnehin ein mürrischer Typ.“

Clayton hofft auf Verbesserungen, betonte aber zugleich unmissverständlich: „Dann sehen die Fans viel mehr von mir und wenn nicht, dann sieht man mich nicht mehr. So ist das Leben.“ Diese deutlichen Worte äußerte der Waliser im Vorfeld des neunten Abends der Darts Premier League in Manchester.

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Reisestrapazen seit dem Brexit

Die britischen Darts-Profis kämpfen seit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union mit erheblichen Reisestrapazen. Die nun erforderlichen Grenzkontrollen führen regelmäßig zu langen Wartezeiten, die den Spielern zusätzlichen Stress und Zeitaufwand bescheren.

Erst kürzlich musste Clayton für den achten Premier-League-Spieltag nach Berlin reisen. Nun steht über Ostern der German Darts Grand Prix in München an – ein weiteres Turnier auf dem europäischen Festland. Bislang hat der Waliser für dieses vierte European-Tour-Turnier des Jahres noch nicht abgesagt, doch seine Geduld scheint am Ende zu sein.

Bereits frühere Absagen

Bereits im vergangenen Herbst hatte Clayton für die Pro-Tour-Events in Hildesheim seine Teilnahme zurückgezogen. Damals begründete er seinen Schritt damit, „dass sie dort nicht stattfinden sollten“, ohne jedoch nähere Erläuterungen zu geben. Diese erneute Kritik an den Turnieren außerhalb Großbritanniens ist nicht das erste Mal, dass sich „The Ferret“, wie Clayton wegen seines schnellen Spielstils genannt wird, zu diesem Thema äußert.

Die Professional Darts Corporation (PDC) als Veranstalterin der Turniere steht nun vor der Herausforderung, eine Lösung für dieses Problem zu finden. Sollten weitere Top-Spieler Claytons Haltung teilen, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die internationale Darts-Szene haben.

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