Manuel Neuer hat seinen Vertrag beim FC Bayern offiziell bis 2027 verlängert. Der 40-jährige Torwart spricht nun über die Beweggründe und verrät, warum er sich mit seiner Entscheidung Zeit gelassen hat.
Neuer erklärt sein Zögern
Im Interview mit den vereinsinternen Medien erklärte Neuer, dass er die zweite Halbserie abwarten wollte. „Ich wollte in dieser Crunchtime mit den Spielen gegen Atalanta Bergamo oder bei Borussia Dortmund in mich hineinhören, um ein Gefühl zu bekommen, einer Entscheidung Ende März oder Anfang April näher zu sein“, so der Keeper.
Verletzung als Rückschlag
Besonders bitter sei seine Verletzung im März gewesen. Neuer war wegen eines kleinen Muskelfaserrisses in der linken Wade wochenlang ausgefallen. „Daher war es doppelt ärgerlich, dass ich mich ausgerechnet in dieser Phase verletzt habe. Dadurch hatte ich diese Spiele und damit auch diese Klarheit nicht, die ich zu dem Zeitpunkt schon haben wollte“, sagte Neuer.
Und so musste Neuer noch den April abwarten, „wie die Spiele sind, wie ich mich fühle, ob es mir weiter Spaß macht, jeden Tag ins Training zu kommen. Und natürlich, ob ich noch leistungsfähig bin.“ Dabei habe er sich eigentlich längst entschieden gehabt. „Dass ich weitermachen will, habe ich vor zwei Wochen zu hundert Prozent gewusst“, offenbarte Neuer.
Perfekter Zeitpunkt für die Verkündung
„Bereits vor ein paar Wochen hatte ich aber schon eine Tendenz, dass es weitergeht. Wir hatten nur dann so wichtige Spiele, die hatten meine Priorität. Jetzt, vor dem letzten Spiel gegen Köln mit der Vergabe der Meisterschale, ist der Zeitpunkt perfekt“, erklärte der 40-Jährige.
Schon Ende April, nach dem gewonnenen DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen, hatte Neuer auf SPORT1-Nachfrage verraten, dass er seine Entscheidung vor dem Endspiel am 23. Mai gegen den VfB Stuttgart verkünden werde. Und so kam es dann am Freitag auch.
Ausblick auf die WM
Nun bleibt nur noch die Frage, ob Neuer auch mit zur WM in Kanada, Mexiko und den USA fährt. Eine Antwort könnte es schon am Samstag geben, wenn Bundestrainer Julian Nagelsmann im ZDF-Sportstudio zu Gast ist. Auf der 55-köpfigen Kaderliste soll Neuers Name zumindest auftauchen.



