Edin Džeko packt aus: Gehaltsverzicht bei Schalke 04 und Kindheit im Krieg
Der renommierte Fußballstar Edin Džeko hat in einem bewegenden Interview tiefe Einblicke in seine Karriere und persönliche Geschichte gegeben. Der 38-jährige Stürmer, der aktuell für Fenerbahçe Istanbul spielt, enthüllte dabei einen bisher wenig bekannten Aspekt seiner Zeit beim FC Schalke 04.
Gehaltsverzicht für den Klub
Džeko erklärte, dass er während seiner Zeit bei Schalke 04 in der Saison 2007/2008 bewusst auf einen Teil seines Gehalts verzichtete. „Ich wollte dem Verein helfen, der mir so viel gegeben hat“, sagte der bosnisch-herzegowinische Nationalspieler. Dieser Schritt erfolgte zu einer Zeit, als der Klub mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hatte. Džeko betonte, dass es ihm nicht um öffentliche Anerkennung ging, sondern um eine echte Unterstützung für den Verein, der ihm den Einstieg in die Bundesliga ermöglichte.
Kindheit im Bosnienkrieg
Noch persönlicher wurden Džekos Ausführungen, als er über seine Kindheit sprach. Er wuchs in Sarajevo auf und erlebte den Bosnienkrieg (1992-1995) als Junge hautnah mit. „Diese Jahre haben mich für immer geprägt“, gestand Džeko. Er beschrieb, wie der Alltag von Luftschutzbunkern, Lebensmittelknappheit und der ständigen Angst vor Gewalt dominiert war. Trotz dieser traumatischen Erfahrungen fand er im Fußball einen Zufluchtsort und eine Leidenschaft, die ihn antrieb.
Karriereweg und Erfolge
Džekos Karriere nahm nach seiner Zeit bei Schalke 04 eine steile Entwicklung:
- Wechsel zu VfL Wolfsburg 2009, wo er 2009 deutscher Meister wurde
- Transfer zu Manchester City 2011, mit dem er 2012 und 2014 englischer Meister wurde
- Spielzeiten bei AS Rom und Inter Mailand, wo er 2021 die italienische Meisterschaft gewann
- Aktuell bei Fenerbahçe Istanbul seit 2023
Mit 64 Toren in 129 Länderspielen ist er zudem Rekordtorschütze der bosnisch-herzegowinischen Nationalmannschaft.
Reflexion und Botschaft
Džeko nutzte das Interview auch, um eine Botschaft der Resilienz und Dankbarkeit zu vermitteln. „Der Fußball hat mir nicht nur eine Karriere, sondern auch Hoffnung gegeben“, resümierte er. Er hofft, dass seine Geschichte junge Menschen inspiriert, trotz schwieriger Umstände an ihren Träumen festzuhalten. Seine Verbundenheit zu Schalke 04 bleibt dabei ungebrochen, auch Jahre nach seinem Wechsel.



