VfB-Sieg mit emotionalen Momenten: Demirovic reagiert frustriert auf Auswechslung
Der VfB Stuttgart begeisterte seine Fans mit einem überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV, doch neben der Freude über den klaren Erfolg gab es auch emotionale Turbulenzen auf dem Platz. Besonders Torjäger Ermedin Demirovic zeigte sich sichtlich verärgert, als er in der 70. Spielminute ausgewechselt wurde.
Frustration auf dem Rasen und klärende Worte danach
Der 28-jährige bosnische Stürmer reagierte unmittelbar nach seiner Auswechslung mit deutlichem Unmut. Er riss sein Tape ab, warf es auf den Boden und schimpfte lautstark. Auch nachdem er bereits auf der Ersatzbank Platz genommen hatte, entspann sich ein kurzes Wortgefecht mit Trainer Sebastian Hoeneß. Teamkollege Chris Führich zeigte ähnliche Emotionen, als er ebenfalls vom Platz musste.
Trainer Hoeneß kommentierte die Situation nach dem Spiel deutlich: „Beide Spieler wollten natürlich auf dem Platz bleiben, das verstehe ich gut. Aber es muss jedem bewusst sein, dass da noch weitere Spieler auf der Bank sitzen, die ebenfalls gerne zum Einsatz kommen möchten. In solchen Momenten ist es entscheidend, die eigenen Emotionen unter Kontrolle zu halten.“
Demirovic entschuldigt sich und betont Teamgeist
Ermedin Demirovic zeigte sich im Nachhinein einsichtig und suchte das direkte Gespräch mit seinem Trainer: „Ich habe in dieser Situation sicherlich etwas überreagiert und mich dafür beim Trainer entschuldigt. Der Frust war in dem Moment einfach groß, aber jetzt ist alles geklärt. Ich wollte das Thema sofort aus der Welt schaffen, damit daraus kein größeres Problem wird.“
Der Stürmer betonte besonders: „Ich bin kein Stinkstiefel, der Randale macht und tagelang schlechte Laune verbreitet. Wir sind ein Team, und solche Dinge gehören zum Fußball dazu.“ Hoeneß bestätigte die positive Klärung und lobte seinen Spieler: „Medo ist ein feiner Kerl, ein wirklich guter Typ. Er hatte nach dem Spiel das richtige Gespür für die Situation und hat sich entsprechend verhalten.“
Undav verpasst Torchancen, bleibt aber gelassen
Neben Demirovic zeigte auch Stürmerkollege Deniz Undav bei seiner Auswechslung kurz vor Spielende eine Reaktion. Allerdings war sein Kopfschütteln nicht auf die Entscheidung des Trainers zurückzuführen, sondern auf seine eigene Leistung. Der 29-jährige Angreifer, der in dieser Saison bereits 18 Tore erzielt hat, vergab gegen den HSV mehrere klare Torchancen, darunter einen verschossenen Elfmeter.
Demirovic verteidigte seinen Teamkollegen: „Als Stürmer möchte man natürlich in jedem Spiel treffen, das ist völlig normal. Beim Elfmeter ist er leider weggerutscht, aber das passiert. Wenn man bereits 18 Tore in einer Saison gemacht hat, darf man auch mal ohne Torerfolg vom Platz gehen.“
Hoeneß fordert professionellen Umgang mit Emotionen
Der VfB-Trainer machte deutlich, dass er bei einem Stand von 3:0 kein Verständnis für übermäßige Frustration hat: „Solche Reaktionen sollten in Zukunft nicht mehr vorkommen. Wir haben nach dem Schlusspfiff direkt darüber gesprochen und die Sache ist damit erledigt. Wichtig ist, dass alle Spieler professionell mit solchen Situationen umgehen.“
Trotz der emotionalen Momente bleibt der klare 4:0-Erfolg gegen den Hamburger SV der bestimmende Faktor dieses Spieltags. Der VfB Stuttgart präsentierte sich in weiten Teilen der Begegnung überlegen und setzte damit ein wichtiges Zeichen im Kampf um die vorderen Tabellenplätze.



