Demirovic fordert Toleranzzone bei Abseits - VfB Stuttgart von VAR-Entscheidungen genervt
Demirovic fordert Toleranzzone bei Abseits

Demirovic fordert Toleranzzone bei Abseitsentscheidungen

Nach einer weiteren kontroversen Videobeweis-Entscheidung im Europa-League-Spiel des VfB Stuttgart gegen Celtic Glasgow hat Stürmer Ermedin Demirovic deutliche Kritik an der aktuellen Abseitsregel geäußert. Trotz der 0:1-Niederlage qualifizierten sich die Schwaben zwar dank des 4:1-Erfolgs im Hinspiel für das Achtelfinale, doch die VAR-Interventionen bleiben ein Dauerärgernis.

„Unfassbare“ Millimeter-Entscheidungen

„Ich finde es unfassbar, dass man das als Abseits wertet“, erklärte Demirovic nach dem Spiel. „Mir kann keiner sagen, dass die Linie so perfekt gezogen ist, dass die Schulter einen Millimeter abseits ist.“ Der bosnische Nationalspieler bezog sich dabei auf den aberkannten Treffer von Deniz Undav, bei dem er selbst knapp in Abseitsposition gestanden haben soll.

Zwei Tore des VfB Stuttgart wurden in der zweiten Halbzeit nicht anerkannt – eines von Chris Führich und eben jenes von Undav. Beim Undav-Tor fiel die endgültige Entscheidung nach Videobeweis-Analyse.

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Forderung nach praktikabler Lösung

Demirovic differenziert zwischen klaren und marginalen Abseitspositionen: „Wenn es wirklich ein halber Meter ist oder ein ganzer Körper, der im Abseits ist, sage ich, okay, dadurch verschaffst du dir auch einen Vorteil. Aber wenn es ein Millimeter ist, wie beim Tor heute oder letzte Woche, dann ist das ja kein Vorteil, den ich mir dadurch schaffe.“

Der Stürmer schlägt daher eine Regeländerung vor: „Dafür sollte man einfach eine Regelung finden, dass man da irgendeine Toleranzzone hat. Dieser Millimeter, Zentimeter bringt keinem was.“

Ironischer Umgang mit VAR-Serie

Demirovic hat in letzter Zeit besonders häufig unter VAR-Entscheidungen gelitten. Bereits in der vergangenen Woche wurde sein Tor in Glasgow wegen Abseits aberkannt, beim 3:3 in Heidenheim sogar gleich zwei seiner Treffer zurückgenommen. Einer davon ebenfalls wegen Abseitsstellung.

Seine persönliche Serie kommentierte der 27-Jährige mit bitterer Ironie: „Ich liebe es. Brutal. Macht richtig Spaß mittlerweile. Es ist krass, wirklich.“ Dennoch will er den Videobeweis nicht abschaffen: „Es kommt darauf an. Wenn damit Fehler vermieden werden können, ist es für mich ok.“

Die Diskussion um die praktische Anwendung der Abseitsregel und die Rolle des Videobeweises dürfte durch Demirovics Äußerungen neuen Auftrieb erhalten. Der VfB Stuttgart kann sich trotz der Niederlage über den Einzug ins Achtelfinale der Europa League freuen, doch die VAR-Debatte begleitet den Verein weiterhin.

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