Kreisoberliga: Demminer SV feiert klaren Auftaktsieg - Sarow erkämpft Punkt
Zum Rückrundenstart der Fußball-Kreisoberliga Mecklenburgische Seenplatte Staffel I hat der Spitzenreiter Demminer SV 91 ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Das Auswärtsspiel am 12. Spieltag gegen Sturmvogel Völschow endete mit einem klaren 8:0 (3:0) für die Gäste aus der Peenestadt. „Wir haben unser Ziel, mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten, erreicht. Dass es uns der Gegner so leicht macht, habe ich nicht erwartet“, resümierte DSV-Trainer Dariusz Kolacki nach dem überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft.
Demminer Dominanz von Beginn an
Vor rund 180 Zuschauern auf dem Sportplatz in Völschow übernahmen die Demminer von der ersten Minute an die Kontrolle über das Spielgeschehen. Bereits in der 13. Minute erzielte Kai Berger die 1:0-Führung für den Gastgeber. Die erste ernsthafte Torchance für die Sturmvögel entwickelte sich erst nach zwanzig Minuten, doch Nick Rupp scheiterte am gut reagierenden Demminer Torhüter.
Dem anhaltenden Druck des Tabellenführers hatte die Völschower Mannschaft kaum etwas entgegenzusetzen. Mitte der ersten Halbzeit passte Ben Teske nach einer starken Balleroberung zu Henrik Ahlgrimm, der auf 2:0 erhöhte. Noch vor der Halbzeitpause traf Teske selbst nach einer Vorlage von Justin Möhle zum 3:0. „Trotz des zwischenzeitlich klaren Vorsprungs hat die Mannschaft weiter Druck gemacht und stillte ihren Torhunger“, so Trainer Kolacki über die konzentrierte Leistung seiner Spieler.
Rote Karte verschärft Völschows Probleme
Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff verschlimmerte sich die Situation für die Hausherren zusätzlich. Der gerade eingewechselte Max Schillack ließ sich zu einem unnötigen Foul an Torben Kühl hinreißen und sah die Rote Karte. In Unterzahl ging es für Völschow fortan nur noch um Schadensbegrenzung.
Doch die Demminer ließen sich davon nicht beeindrucken und erhöhten munter weiter. Berger traf in der 55. Minute, Ahlgrimm in der 60., Georg Ott in der 64. und Ben Teske mit einem Doppelpack in der 67. und 69. Minute zum 8:0-Endstand. „Erfahrungsgemäß sind die ersten Spiele nach der langen Winterpause am schwersten. Dieser Sieg stimmt optimistisch für die nächsten Begegnungen. Wichtig ist es, die Anspannung aufrechtzuerhalten und nicht in einen Verwaltungstrott zu fallen“, analysierte der DSV-Coach die Bedeutung des Auftaktsiegs.
Trainingsprobleme bei Sturmvogel Völschow
Aufseiten der Völschower herrschte nach der deutlichen Niederlage Ernüchterung. „Das Ergebnis war vorprogrammiert. Wenn nur fünf bis sechs Spieler zum Training erscheinen, fällt die Übungseinheit eben aus. Das Ergebnis sehen wir heute“, sagte Sturmvogel-Mannschaftsbetreuer Christian Voß selbstkritisch.
Mit 15 Punkten auf dem Konto belegen die Völschower in der höchsten Kreisspielklasse aktuell den siebten Tabellenplatz. „Demmin ist für uns nicht der Maßstab. Wir haben in der Hinrunde unter Beweis gestellt, wozu wir in der Lage sind. In der letzten Saison kämpften wir gegen den Abstieg, nun rangieren wir im Tabellenmittelfeld“, relativierte Sturmvogel-Abwehrspieler Fabian Marx. „Wir werden mit Sicherheit im weiteren Saisonverlauf noch zuschlagen.“
Sarower Rumpftruppe erkämpft Punkt gegen Chemnitz
Im Parallelspiel belohnte sich die Sarower „Rumpftruppe“ im Kellerduell gegen den SV 1950 Chemnitz für ihren enormen Kampfgeist mit einem 2:2 (1:0) und einem wichtigen Punkt. Traktor-Trainer Danilo Hell musste dabei auf zahlreiche Spieler verzichten: Thomas Lange, Gunnar Kellmann, Paul Giermann, Mathis Hahn, Igor Bocicovschii, Lennard Wollenburg und Ole Lange fehlten verletzungsbedingt. Zusätzlich musste Simon Wander bereits nach 18 Minuten ausgewechselt werden.
Die Hausherren zogen sich zu Beginn tief in die eigene Hälfte zurück, überließen Chemnitz Ballbesitz und Feld und setzten auf Konter. In der 28. Minute jubelten die Sarower dann erstmals: Kai Olsowski schickte Nico John, der zum 1:0 für Traktor Sarow traf. Mit viel Kampfgeist, einem starken Jerome Jentze im Tor und einem Quäntchen Glück nahmen die Hausherren die Führung mit in die Pause.
Spannende Schlussphase mit zwei schnellen Gegentoren
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Chemnitz am Drücker, doch statt des Ausgleichs stand es plötzlich 2:0 (54.). Nach einem Freistoß von Hell unterlief Chemnitz-Keeper Justin Blauch ein unglückliches Eigentor. Zwar belagerte Chemnitz nach diesem Treffer das Sarower Tor und den Strafraum, doch wirklich zwingende Torchancen entwickelten die Gäste bis in die Schlussphase nicht.
Dann jedoch kam die Wende: Per Foulelfmeter, dessen Berechtigung strittig war, erzielte Hendrik Samuel in der 83. Minute den Anschlusstreffer für die Chemnitzer. Nur zwei Minuten später traf Mattes Pantermöller zum 2:2-Ausgleich. Die Sarower hatten nun, inklusive der fünf Minuten Nachspielzeit, noch einige bange Minuten zu überstehen, retteten aber letztlich den wichtigen Punkt. In der Tabelle steht Traktor Sarow mit zehn Zählern auf Rang zehn.
Die Aufstellungen im Überblick:
- SV Sturmvogel Völschow: Stöwesand - Krüger, Strack, Manske, Salomon, Nast, Lewerenz (28. Herrmann), Rupp, Boll (89. Dettmann), Hoeft (46. Schillack), Olm
- Demminer SV 91: Duggert - Kühl (59. Semlow), Ott, Bräuer, Radowsky, Hauptmann (59. Beese), Seegert, Möhle (70. Wallow), Berger, Ahlgrimm (70. Stolpmann), Teske
- Traktor Sarow: Jentze – Garz, Stepanow, Hell, Pook, Klee, Wander (18. Groth), E. Hahn (62. Baumgardt), E. Giermann, John, Olsowski



