Traumstart perfekt: Deutsche Fußballerinnen siegen klar gegen Norwegen
Mit einer beeindruckenden Machtdemonstration im Klassiker gegen Norwegen haben die deutschen Fußballerinnen den idealen Start in die WM-Qualifikation 2027 hingelegt. Nur wenige Tage nach dem souveränen 5:0 gegen Slowenien setzte sich das Team von Bundestrainer Christian Wück im 43. Aufeinandertreffen mit den Norwegerinnen mit einem deutlichen 4:0 (3:0) in Stavanger durch. Vor 8.500 Zuschauern zeigte die DFB-Elf eine höchst effiziente Leistung und ließ das oft diskutierte Thema der Chancenverwertung diesmal völlig in den Hintergrund treten.
Wück nimmt drei Änderungen vor
Im Vergleich zum Spiel gegen Slowenien in Dresden nahm Bundestrainer Christian Wück drei personelle Änderungen vor. In der Innenverteidigung setzte er auf Vizekapitänin Janina Minge anstelle von Camilla Küver. Im Sturmzentrum durfte Nicole Anyomi für Shekiera Martinez ran, und EM-Entdeckung Carlotta Wamser startete für Linda Dallmann. In der offensiven Dreier-Mittelfeldreihe übernahm Wamser die rechte Seite, während Jule Brand auf die zentrale Position von Dallmann rückte.
Die anfängliche Scheu vor dem ungewohnten Kunstrasen legte die deutsche Mannschaft schnell ab. Nach einem Ballgewinn von Kapitänin Giulia Gwinn, die ihr 70. Länderspiel absolvierte, bediente Anyomi mustergültig die mitgelaufene Vivien Endemann. Doch die Wolfsburgerin setzte den Ball aus 15 Metern noch an den rechten Außenpfosten.
Senß eröffnet den Torreigen
Elisa Senß machte es wenig später aus fast identischer Position besser: Knaak schickte Linksverteidigerin Franziska Kett die Außenbahn entlang, deren abgefälschte Hereingabe genau bei Senß landete. Die Leverkusenerin schloss direkt und unhaltbar zum 1:0 ab. Mit dieser frühen Führung im Rücken kontrollierten die deutschen Gäste die Partie weitgehend, auch wenn Torhüterin Ann-Katrin Berger bei einer gefährlichen Doppelchance gegen Signe Gaupset und Ex-Weltfußballerin Ada Hegerberg in höchster Not retten musste.
Furiose Phase vor der Halbzeitpause
Kurz vor der Pause nahm der Klassiker dann mächtig Fahrt auf: Die erneut auffällige Vivien Endemann entblößte mit einem feinen Steckpass die norwegische Abwehr, so dass Carlotta Wamser im Zentrum den Ball nur noch an Torhüterin Cecilie Fiskerstrand vorbeispitzeln musste zum 2:0. Sekunden später sah man dieselbe Kombination erneut, doch diesmal landete Wamsers Ball in den Händen der norwegischen Keeperin.
Die Deutschen durften trotzdem noch ein drittes Mal vor dem Seitenwechsel jubeln. Nicole Anyomi, die von einem bösen Fehlpass der Norwegerin Frida Maanum profitierte, sah Vivien Endemann, die den Ball frei vor Fiskerstrand unter die Latte setzte zum 3:0. Bundestrainer Christian Wück applaudierte angesichts dieser klaren Pausenführung sichtlich zufrieden.
Brand vollendet und Veit debütiert
Nach dem Wechsel sah Wück, wie Ann-Katrin Berger stark gegen Frida Maanum rettete, ehe der folgende Konter über Vivien Endemann im 4:0 mündete. Jule Brand schob den Ball durch die Beine der bemitleidenswerten norwegischen Torhüterin. In der Folge verhalf der Bundestrainer der Frankfurterin Jella Veit zu ihrem verdienten Länderspieldebüt. Die 20-Jährige rückte für Janina Minge in die Abwehr.
Auch Linda Dallmann, Lea Schüller, Sarai Linder und Laura Freigang durften in der Schlussphase noch wertvolle Spielpraxis sammeln, während die mitgereisten deutschen Fans mit begeisterten „Oh, wie ist das schön“-Gesängen ihrer Freude Ausdruck verliehen. Vivien Endemann vergab in der Nachspielzeit sogar noch die Chance zum 5:0.
Ausblick auf die nächsten Qualifikationsspiele
Weiter geht es für das DFB-Team in der WM-Qualifikation mit den beiden Duellen gegen Österreich. Das erste Spiel findet am 14. April in Nürnberg statt, das Rückspiel folgt am 18. April in Ried. Nach diesem überzeugenden Auftakt in Norwegen dürfte die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 für die deutschen Fußballerinnen zur Formsache werden.



