DFB-Frauen in Norwegen: Abwehr-Ass Camilla Küver spielt gegen ihre zweite Heimat
DFB-Abwehr-Ass Küver spielt gegen ihre zweite Heimat Norwegen

Ein besonderes Spiel für Camilla Küver: DFB-Abwehr-Ass trifft auf die Heimat ihrer Mutter

Für die deutschen Fußballerinnen steht in der WM-Qualifikation viel auf dem Spiel. Für Camilla Küver (22), das neue Abwehr-Ass der DFB-Elf, geht es jedoch auch um ein ganz persönliches Duell. Die Innenverteidigerin trifft am Samstag in Stavanger auf Norwegen – die Heimat ihrer Mutter.

Zweisprachige Verteidigerin mit norwegischen Wurzeln

Camilla Küver könnte aufgrund ihrer familiären Verbindungen auch für die norwegische Nationalmannschaft gespielt haben. Ihre Mutter stammt aus Norwegen, ihr Vater aus Norddeutschland. Die 1,84 Meter große Abwehrspielerin ist in Hessen aufgewachsen und zweisprachig erzogen worden. „Ich habe als Kind viel Zeit in Norwegen verbracht und einige Urlaube dort genossen“, erklärt Küver. „Es werden auch ein paar Freunde aus Stavanger kommen, um zuzugucken. Demnach freue ich mich schon sehr, dort zu spielen.“

Lange erwartetes Talent im DFB-Dress

Bundestrainer Christian Wück (52) berief die Wolfsburgerin im vergangenen Herbst erstmals in die A-Nationalmannschaft. Wück betonte damals, er habe lange auf die verletzte Küver gewartet, da sie athletisch und fußballerisch auf einem sehr hohen Level spiele. Dies bestätigte die Verteidigerin in ihren bisherigen drei Länderspielen eindrucksvoll. Sie durchlief seit der U15 alle DFB-Jugendauswahlen und hatte stets die deutsche Elf im Kopf.

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Verletzungsgefahr auf Kunstrasen

Ob Küver in der Heimat ihrer Mutter von Beginn an auf dem Platz stehen wird, ist jedoch noch ungewiss. Trotz einer starken Leistung am Dienstag im 5:0-Sieg gegen Slowenien in Dresden droht ihr zunächst die Bank. Die Verteidigerin war zuletzt immer wieder verletzt und läuft mit einem großen Tapeverband am Oberschenkel auf. Da Norwegen auf Kunstrasen spielt, steigen dort Belastung und Verletzungsgefahr zusätzlich an.

Zwischen deutscher und norwegischer Identität

Küver bewegt sich mühelos zwischen beiden Kulturen. Im Fußball drückt sie ihrem Lieblingsklub Werder Bremen die Daumen, während sie sich bei den Olympischen Winterspielen über die vielen Medaillen Norwegens freute. „Während der Winterspiele steckte noch etwas mehr Norwegen in mir. Da feiert man die Erfolge gerne mit“, sagt die Abiturientin mit einem Schnitt von 1,2. Ein besonderes Spiel, das nicht nur sportlich, sondern auch emotional viel bedeutet.

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