DFB-Frauen blamieren sich mit 0:0 in Österreich - WM-Quali jetzt auf der Kippe
DFB-Frauen blamieren sich mit 0:0 in Österreich

Enttäuschendes 0:0 der DFB-Frauen in Österreich gefährdet WM-Qualifikation

Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft hat sich im Kampf um die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft einen schweren Rückschlag eingehandelt. Mit einem schwachen und chancenlosen 0:0-Unentschieden bei Österreich am Samstagabend haben die DFB-Fußballerinnen ihre Ausgangsposition deutlich verschlechtert und müssen nun im Juni gegen Slowenien und Norwegen zwingend zwei Siege einfahren, um nicht in die nervenaufreibenden Playoffs zu müssen.

Wück zeigt sich überraschend nachsichtig nach enttäuschender Leistung

Bundestrainer Christian Wück (52) reagierte nach dem enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft erstaunlich milde. „Wir sind alle unzufrieden“, räumte der Coach zwar ein, doch harte Kritik, die nach dieser Leistung durchaus angebracht gewesen wäre, blieb aus. Dies war umso bemerkenswerter, als Wück erst vier Tage zuvor nach dem 5:1-Heimsieg gegen Österreich überraschend negative Worte über die Qualität und Einstellung seiner Spielerinnen gefunden hatte.

„Wir hatten uns etwas anderes vorgenommen, aber wir müssen auch anerkennen, dass es Österreich uns schwergemacht hat“, relativierte Wück die enttäuschende Vorstellung in der ARD. Der Bundestrainer fügte hinzu: „Es ist nicht angenehm, solch ein Spiel von der eigenen Mannschaft zu sehen. Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns – gerade, wenn wir Lösungen mit dem Ball finden müssen.“

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Nationalspielerinnen kritisieren sich selbst nach schwachem Auftritt

Die Spielerinnen zeigten sich deutlich selbstkritischer als ihr Trainer. Stürmerin Larissa Mühlhaus analysierte nüchtern: „Wir hatten viel Ballbesitz, aber keine Lösungen. Es war wenig Bewegung im Spiel.“ Mittelfeldspielerin Sjoeke Nüsken ergänzte: „Es fehlte an Qualität im Passspiel und Dynamik. Es hat hinten und vorne nicht gepasst.“

Bayerns Spielmacherin Linda Dallmann brachte die allgemeine Unzufriedenheit auf den Punkt: „Wir sind zu spät wach geworden. Das bricht uns noch kein Bein, aber es ist wichtig, dass wir es beim nächsten Mal anders angehen und mit mehr Druck ins Spiel gehen.“

WM-Qualifikation jetzt im Juni entscheidend

Trotz der enttäuschenden Leistung versuchte Wück, etwas Optimismus zu verbreiten: „Es ist nicht viel passiert. Wir sind immer noch Erster in der Gruppe. Wir wissen, was in der Mannschaft steckt und werden gegen Slowenien und Norwegen ein anderes Gesicht zeigen.“ Diese Worte können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutsche Mannschaft in Österreich kaum gefährliche Torchancen herausspielte, mit vielen individuellen Fehlern kämpfte und lange Phasen des Leerlaufs produzierte.

Die DFB-Frauen haben nun knapp zwei Monate Zeit, um die offensichtlichen Defizite zu analysieren und zu beheben. Die Doppelbelastung im Juni gegen Slowenien und Norwegen wird zur Bewährungsprobe für das Team von Christian Wück, das seine Qualitäten unter Beweis stellen muss, um die direkte WM-Qualifikation doch noch zu sichern und eine weitere Blamage zu vermeiden.

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