Kunstrasen-Alarm bei DFB-Frauen: Stolpergefahr im WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen
DFB-Frauen schlagen Kunstrasen-Alarm vor Norwegen-Spiel

Kunstrasen als Stolperstein für DFB-Frauen in WM-Qualifikation

Die deutschen Fußballerinnen stehen vor einer besonderen Herausforderung: Im wahrscheinlich entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen am Samstag in Stavanger müssen sie auf Kunstrasen antreten. Bundestrainer Christian Wück (52) schlägt Alarm und warnt vor den Gefahren des ungewohnten Untergrunds.

Technische Anpassung erforderlich

Nach dem souveränen 5:0-Auftaktsieg gegen Slowenien betont Wück: „In Norwegen wird es ein komplett anderes Spiel. Der Kunstrasen in Stavanger wird eine große Umstellung für uns, die wir hoffentlich annehmen.“ Der Trainer weiß, dass sich durch den Belagwechsel das gesamte Spiel verändert. „Da müssen wir technisch sauberer spielen als gegen Slowenien. Die Umstellung wird nicht einfach“, so Wück weiter.

Entscheidendes Duell um direkte WM-Qualifikation

Das Spiel in Norwegen könnte bereits über die direkte Qualifikation zur WM 2027 in Brasilien entscheiden. Nur die beste der vier Mannschaften aus der Qualifikationsgruppe kommt direkt zur Weltmeisterschaft, alle anderen müssen über Playoffs. DFB-Torhüterin Ann-Katrin Berger (35) warnt vor der norwegischen Mannschaft: „Norwegen ist eine sehr, sehr gute Mannschaft. Sie haben sehr viele individuell starke Spielerinnen, die wirklich überragend sind über einen langen Zeitraum.“

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Begrenzte Kunstrasen-Erfahrung im deutschen Team

Die Erfahrung der deutschen Spielerinnen mit Kunstrasen hält sich in Grenzen. Torhüterin Berger, die in den USA spielt, kennt den Untergrund zumindest ansatzweise: „Ich habe in Amerika zwei Spiele, die ich auch auf Kunstrasen spiele. Aber das ist dort natürlich eine etwas andere Art und Weise des Fußballs“, erklärt die New Yorker Spielerin. Sie betont jedoch: „Deswegen wird das natürlich ein Faktor sein, aber wir sind Profis und sollten eigentlich damit sehr schnell umgehen.“

Berger bereitet sich speziell auf die Besonderheiten vor: „Wenn ein Schuss aufs Tor kommt, kann er immer ein bisschen anders aufspringen, je nachdem wie lang das Gras ist oder wie viel Sand oder Granulat darauf sind.“

Schürfwunden und Anpassungsschwierigkeiten

Innenverteidigerin Rebecca Knaak (29) hat aus ihrer Zeit in Skandinavien Erfahrung mit Kunstrasen: „Ich habe in Schweden relativ viel auf Kunstrasen gespielt. Da waren schon die ein oder anderen Schürfwunden den ganzen Sommer offen“, berichtet die Abwehrspielerin. Sie fügt hinzu: „Es ist sicherlich nicht optimal, den Belag zu wechseln. Da sind wir uns alle einig. Aber wir können es nicht ändern und werden es akzeptieren.“

Positive Sichtweise trotz Herausforderungen

Stürmerin Vivien Endemann (24) versucht, das Positive zu sehen: „Manchmal ist auch ein Kunstrasen vielleicht besser als ein Acker, auf dem man spielt. Gerade für uns, wir können dann auf dem Kunstrasen auch gut zocken.“ Diese optimistische Einstellung könnte entscheidend sein, um aus dem Kunstrasen-Alarm schnell WM-Laune zu machen.

Das Spiel findet am Samstag um 18 Uhr statt und wird ausschließlich im ZDF-Stream übertragen. Die deutschen Fußballerinnen hoffen, trotz der ungewohnten Bedingungen einen wichtigen Schritt Richtung WM 2027 in Brasilien zu machen.

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