DFB-Frauen starten mit Kantersieg: 5:0 gegen Slowenien in WM-Qualifikation
DFB-Frauen siegen 5:0 gegen Slowenien in WM-Quali

Überzeugender Auftakt: DFB-Frauen deklassieren Slowenien in Dresden

Mit einem beeindruckenden Kantersieg haben die deutschen Fußballerinnen ihre Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien eingeläutet. Vor 19.169 begeisterten Zuschauern im Dresdner Stadion setzte sich das Team von Bundestrainer Christian Wück mit einem hochverdienten 5:0 (2:0) gegen die Außenseiterinnen aus Slowenien durch. Der EM-Halbfinalist demonstrierte dabei teilweise ansehnlichen Offensivfußball, auch wenn der Gegner als Maßstab für die absolute Weltspitze nur bedingt taugte.

Fünf verschiedene Torschützinnen überzeugen

Die Tore für die deutsche Mannschaft erzielten Vivien Endemann bereits in der 6. Minute, Elisa Senß in der 11. Minute, Linda Dallmann in der 48. Minute, die Debütantin Larissa Mühlhaus in der 53. Minute und Lea Schüller in der 71. Spielminute. Besonders bemerkenswert war die Tatsache, dass fünf verschiedene Spielerinnen ins Tor trafen, was die offensive Breite und Vielseitigkeit des Teams unterstrich. Dennoch ließen die DFB-Frauen auch einige gute Chancen ungenutzt, was in kommenden, härteren Partien noch optimiert werden muss.

Taktische Umstellungen nach Bühl-Ausfall

Nach dem Ausfall von Klara Bühl aufgrund einer Muskelverletzung musste Bundestrainer Christian Wück seine Offensive nahezu komplett umbauen. Für die Flügelstürmerin vom FC Bayern rückte Wolfsburgs Vivien Endemann auf die linke Seite. Jule Brand wechselte von der Spielmacherposition zurück auf die rechte Außenbahn, während Linda Dallmann von Bayern München auf die Zehnerposition vorrückte. Überraschend stand mit Shekiera Martinez von West Ham United erstmals eine englische Profi von Beginn an in der Startformation.

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Die 24-jährige Martinez zeigte sich beweglich und aktiv, verpasste jedoch trotz einiger guter Möglichkeiten ihr erstes Tor im dritten Länderspiel. Kapitänin Giulia Gwinn führte die Mannschaft zum 20. Mal als Spielführerin auf den Platz und konnte bereits früh Lücken in der slowenischen Abwehr erkennen.

Slowenien schnell überfordert

Die slowenische Mannschaft, die noch nie an einem großen Turnier teilgenommen hat, erwies sich schnell als überfordert. Bereits nach sechs Minuten nutzte Vivien Endemann einen präzisen Pass von Linda Dallmann zum 1:0. Nur fünf Minuten später erhöhte Elisa Senß auf 2:0. Im Gegensatz zu den beiden schweren Nations-League-Finals gegen Weltmeister Spanien Ende letzten Jahres hatten die deutschen Fußballerinnen diesmal deutlich leichteres Spiel.

Besonders Linda Dallmann beeindruckte mit ihrer technischen Versiertheit und spielerischen Übersicht. Die Sloweninnen um Werder Bremens Maja Sternad wirkten bereits nach kurzer Spielzeit überfordert, doch auch die deutsche Auswahl zeigte Schwächen in der Chancenverwertung und nutzte ihre deutliche Überlegenheit nicht immer konsequent aus.

Berger muss kurz vor der Pause retten

Kurz vor der Halbzeitpause musste sogar deutsche Torhüterin Ann-Katrin Berger mit einer Fußabwehr gegen Zara Kramzar ein 1:2 verhindern, nachdem Vivien Endemann zuvor eine große Chance zur 3:0-Führung vergeben hatte. Nach der Pause verstärkten die DFB-Frauen jedoch wieder den Druck und spielten ihre Überlegenheit zunehmend in Tore um.

Linda Dallmann traf in der 48. Minute zum 3:0, ehe die eingewechselte Debütantin Larissa Mühlhaus von Werder Bremen in der 53. Minute einen abgewehrten Schuss von Sjoeke Nüsken unter die Latte setzte. Auch die in der Winterpause vom FC Bayern zu Manchester United gewechselte Stürmerin Lea Schüller kam nach einer Stunde Spielzeit zum Einsatz und erzielte prompt ihr 55. Tor im 83. Länderspiel nach Vorarbeit der starken Vivien Endemann.

Nächste Herausforderung in Norwegen

Bereits am Samstag (18.00 Uhr, ZDF) wartet die nächste Herausforderung für die DFB-Frauen: In Stavanger geht es gegen Norwegen, ehe als dritter Gegner auf dem Weg zur WM Österreich auf dem Programm steht. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für das Turnier in Brasilien – ein Ziel, das das Team von Christian Wück klar anstrebt. Die Gesänge von „Oh wie ist das schön“ aus den Dresdner Rängen in der Nachspielzeit zeigten, dass die Fans von diesem Auftakt begeistert waren.

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