DFB-Frauen trotzen Gwinn-Verletzung: Überzeugender 5:1-Sieg gegen Österreich in WM-Qualifikation
DFB-Frauen siegen 5:1 trotz Gwinn-Verletzung in WM-Qualifikation

Deutsche Fußballerinnen setzen WM-Kurs fort trotz Rückschlag

Die deutschen Fußballerinnen haben in der WM-Qualifikation 2027 einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Brasilien gemacht, mussten dabei jedoch einen herben Rückschlag hinnehmen. Im Nachbarschaftsduell gegen Österreich setzte sich das Team von Bundestrainer Christian Wück mit einem überzeugenden 5:1 (1:0) durch, verlor aber frühzeitig Kapitänin Giulia Gwinn nach einer Schulterverletzung.

Früher Führungstreffer und bitterer Ausfall

Vor 24.237 Zuschauern im Nürnberger Max-Morlock-Stadion übernahm die deutsche Auswahl von Beginn an die Initiative. Nach ersten vergebenen Chancen durch Nicole Anyomi und Sjoeke Nüsken gelang der verdiente Führungstreffer in der 17. Minute: Nach einer Ecke von Jule Brand und mehreren Abwehrversuchen der österreichischen Torhüterin Mariella El Sherif schob Anyomi den Ball über die Linie – erst ihr viertes Tor im 33. Länderspiel.

Der Spielfluss erhielt jedoch einen herben Dämpfer, als Kapitänin Giulia Gwinn nach einem Zweikampf mit Melanie Brunnthaler verletzt auf dem Rasen liegen blieb. Die Rechtsverteidigerin vom FC Bayern München klagte über Schmerzen an der linken Schulter und musste nach kurzer Eisbehandlung in der 33. Minute durch Carlotta Wamser ersetzt werden. Für Gwinn, die in ihrer Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse überstanden hat, stand zunächst keine genaue Diagnose fest.

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Deutsche Offensive bleibt unbeeindruckt

Trotz des ungeplanten Wechsels behielten die deutschen Spielerinnen die Kontrolle über das Spielgeschehen. Vor der Pause vergaben noch Laura Freigang, erneut Anyomi und Brand weitere Chancen zur Erhöhung. Nach dem Seitenwechsel setzte das Team jedoch seine Dominanz fort: In der 52. Minute erhöhte Vivien Endemann nach sehenswerter Vorarbeit von Brand auf 2:0.

Die deutsche Offensivkraft blieb ungebremst: Ein Eigentor von Sarah Puntigam (68.), ein Treffer der starken Jule Brand (76.) und der eingewechselten Lea Schüller (83.) sorgten für den klaren Endstand. Lediglich Chiara D'Angelo gelang Österreich in der 77. Minute ein Ehrentreffer, auf den Schüller jedoch umgehend antwortete.

Tabellenführung gefestigt und direkter Vergleich

Mit dem dritten Sieg im dritten Qualifikationsspiel festigte Deutschland seine Tabellenführung in der Gruppe A4. Bundestrainer Christian Wück hatte vor dem Spiel im ZDF betont: „Es ist auch die Aufgabe, dass die Spielerinnen zu Hause dominant auftreten. Wir wollen von Anfang an da sein und wenn möglich auch wieder zu null spielen.“ Bis auf den späten Gegentreffer erfüllte das Team diese Vorgabe.

Bereits am Samstag kommt es in Ried zum Wiedersehen mit der österreichischen Auswahl. Wück hatte überwiegend auf die bewährte Startelf gesetzt, die bereits beim 4:0 in Norwegen Anfang März begonnen hatte. Einzige Änderung: Linda Dallmann ersetzte Carlotta Wamser im Mittelfeld, die Münchnerin rückte in die Mitte, und Brand startete auf dem rechten Flügel.

Das Spiel stand zudem im Zeichen der offiziellen Verabschiedung von Rio-Olympiasiegerin Sara Däbritz, die im Oktober nach 111 Länderspielen aus der Nationalelf zurückgetreten war. Die deutschen Fußballerinnen setzten mit ihrem souveränen Auftritt ein deutliches Zeichen auf dem Weg zur WM 2027 in Brasilien, müssen nun aber auf die Entwicklung der Verletzung von Schlüsselspielerin Giulia Gwinn blicken.

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