DFB kämpft um Werder-Talent Coulibaly: U21-Nominierung als wichtiger Schritt
DFB kämpft um Werder-Talent Coulibaly

DFB kämpft um Werder-Talent Coulibaly: U21-Nominierung als wichtiger Schritt

Bei Werder Bremen gilt Karim Coulibaly seit Langem als die heißeste Aktie im Kader. Der erst 18-jährige Innenverteidiger hat sich zu einem der wertvollsten Spieler des Vereins entwickelt und wurde im neuesten Marktwert-Update von transfermarkt.de von 20 auf 22 Millionen Euro aufgewertet. Doch nicht nur finanziell geht es für das Mega-Talent bergauf: Coulibaly wurde erstmals für die deutsche U21-Nationalmannschaft nominiert, die in der EM-Qualifikation gegen Nordirland am 27. März und Griechenland am 31. März antritt.

Nominierung trotz Verletzung und internationalem Interesse

Besonders bemerkenswert ist die Berufung, da Coulibaly zuletzt mit einer längeren Verletzungspause zu kämpfen hatte – einem Faserriss, der ihn zeitweise außer Gefecht setzte. Die Nominierung wird als klare Reaktion des Deutschen Fußball-Bundes auf das anhaltende Interesse der Elfenbeinküste an dem jungen Verteidiger gewertet. Die Ivorer um Nationaltrainer Emerse Faé werben seit Monaten intensiv um den in Deutschland geborenen Spieler, und es gab bereits ein konkretes Gespräch zwischen Coulibaly und dem ivorischen Verband.

Die U21-Berufung wurde bei Coulibaly und seinem Umfeld sehr positiv aufgenommen. Der DFB hat im Zuge der Nominierung noch einmal betont, wie hoch man den Werder-Juwel schätzt und welche Perspektiven man ihm im deutschen Fußball bietet. Sollte Coulibaly seine beeindruckende Entwicklung fortsetzen, könnte eine Berufung in die A-Nationalmannschaft schon in absehbarer Zeit folgen.

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Offene Zukunft: DFB oder Elfenbeinküste?

Allerdings ist der Weg in die deutsche A-Elf alles andere als garantiert. Auf der Position des Innenverteidigers herrscht ein enormer Konkurrenzkampf, und für eine WM-Teilnahme dürfte Coulibaly aktuell noch keine realistische Option sein. Genau hier liegt die Chance für die Elfenbeinküste: Ihr Ziel ist es, den talentierten Verteidiger so schnell wie möglich für ein großes Turnier zu verpflichten, und die Aussichten, dort in absehbarer Zeit zu spielen, sind derzeit deutlich besser als im deutschen Team.

Die U21-Nominierung ist eine schöne Bestätigung, bindet Coulibaly aber noch nicht langfristig an den DFB. Mit einem Einsatz in der U21 hat sich der Spieler nicht festgespielt, und die Tür für einen Wechsel zur Elfenbeinküste bleibt weiterhin offen. Interessant ist jedoch die aktuelle Entwicklung: Während das Pendel vor einigen Wochen noch klar in Richtung des ivorischen Verbands ausschlug, hat der DFB durch die rechtzeitige Berufung wieder gute Karten im Rennen um das Talent. Der Kampf ist damit noch lange nicht entschieden.

Der komplette U21-Kader im Überblick

Neben Karim Coulibaly hat Bundestrainer Antonio Di Salvo folgende Spieler für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele nominiert:

  • Torhüter: Dennis Seimen (Paderborn), Max Weiß (Burnley), Mio Backhaus (Werder Bremen)
  • Abwehr: Nnamdi Collins (Eintracht Frankfurt), Max Finkgräfe (RB Leipzig), Linus Gechter (Hertha BSC), Finn Jeltsch (VfB Stuttgart), Leandro Morgalla (VfL Bochum), Joshua Quarshie (Southampton), Tom Rothe (Union Berlin), Ullrich (Borussia Mönchengladbach)
  • Mittelfeld: Noel Aseko (Hannover 96), Tom Bischof (Bayern München), Said El Mala (1. FC Köln), Brajan Gruda (RB Leipzig), Arijon Ibrahimovic (1. FC Heidenheim), Anton Kade (FC Augsburg), Aljoscha Kemlein (Union Berlin), Mert Kömür (FC Augsburg), Cajetan Lenz (VfL Bochum), Dzenan Pejcinovic (VfL Wolfsburg), Nicolo Tresoldi (FC Brügge)
  • Sturm: Nelson Weiper (Mainz 05)

Die Nominierung von Karim Coulibaly zeigt, wie sehr der DFB um junge Talente mit internationalen Optionen kämpfen muss. In einer globalisierten Fußballwelt werden Spieler mit doppelter Staatsbürgerschaft immer häufiger zum Zankapfel zwischen Verbänden, und der Fall Coulibaly könnte wegweisend für künftige Entscheidungen sein.

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