DFB präsentiert zwei Reformmodelle für die Regionalligen: Aufstieg aller Meister geplant
DFB mit zwei Reformmodellen für Regionalligen

DFB präsentiert zwei Reformmodelle für die Regionalligen

Nach jahrelangen intensiven Diskussionen und kontroversen Debatten hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nun konkrete Vorschläge für die dringend notwendige Reform der Regionalligen vorgelegt. Eine eigens eingesetzte Arbeitsgruppe unter der Leitung von Michael Vesper, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), präsentierte am späten Mittwochabend zwei strukturell unterschiedliche Modelle, die den Fußball in Deutschland nachhaltig verändern könnten.

Zwei Modelle zur Auswahl

Im Zentrum der Reformbestrebungen steht eine grundlegende Neustrukturierung, die eine viergleisige Ligaarchitektur vorsieht. Die Arbeitsgruppe sprach sich dabei einstimmig für zwei verschiedene Ansätze aus, die nun zur Diskussion stehen:

  • Das Kompassmodell: Bei dieser Variante würden die Staffeln jährlich nach geografischen Gesichtspunkten neu zugeschnitten werden, was eine flexible Anpassung an regionale Gegebenheiten ermöglichen soll.
  • Das Regionenmodell: Dieses Konzept sieht vor, die bisherigen Ligen Nord, Nordost und Bayern zu zwei Staffeln zusammenzuführen, während die Ligen West und Südwest in ihrer bisherigen Form unverändert bleiben würden.

Ende der Aufstiegsspiele

Ein zentrales Element beider Modelle ist die Abschaffung der bisherigen Aufstiegsspiele. Derzeit steigen nur vier der fünf Regionalliga-Meister pro Saison direkt in die 3. Liga auf, während die Titelträger aus Nord, Nordost und Bayern im Wechsel in die Relegation müssen. Diese als ungerecht kritisierte Regelung soll durch einen direkten Aufstieg aller Meister ersetzt werden, was die Transparenz und Fairness im deutschen Fußball deutlich erhöhen würde.

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Entscheidungsprozess gestartet

Über beide vorgeschlagenen Varianten soll nun ein umfassendes Meinungsbild unter den betroffenen Vereinen eingeholt werden, bevor die Präsidentenkonferenz des DFB eine endgültige Entscheidung trifft. Damit tritt der Reformprozess in seine entscheidende Phase ein, nachdem jahrelang über mögliche Lösungen diskutiert wurde.

Michael Vesper betonte in seiner Stellungnahme: „Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv. Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können. Ich freue mich, dass uns das gelungen ist. Jetzt geht es in die weitere Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der betroffenen Vereine.“

Zeitplan und Umsetzung

Die 13-köpfige Arbeitsgruppe, die selbst keine Entscheidungskompetenz besitzt, sondern lediglich Vorschläge für die zuständigen Gremien erarbeitet hat, traf sich zuletzt mehrfach, um eine tragfähige Lösung für die seit Jahren kritisierte Aufstiegsregelung zu finden. Ein mögliches neues Modell könnte zur Saison 2028/2029 eingeführt werden, wobei die Spielzeit 2027/2028 in diesem Fall als Qualifikationssaison dienen würde.

Die Reform der Regionalligen gilt als eines der wichtigsten Projekte im deutschen Fußball, da sie die Durchlässigkeit zwischen Amateur- und Profifußball verbessern und die Attraktivität der Ligen erhöhen soll. Die nun vorgelegten Modelle markieren einen wichtigen Schritt in diesem langwierigen Prozess, der nun in die entscheidende Phase übergeht.

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