Leipzigs Super-Talent plant WM-Coup gegen Deutschland
Vier Siege in Serie, fünf Punkte Vorsprung auf Platz fünf: RB Leipzig befindet sich im Saisonfinale klar auf Champions-League-Kurs. Entscheidenden Anteil daran hat das 19-jährige Ausnahmetalent Yan Diomande, der auch beim 3:1-Erfolg bei Eintracht Frankfurt erneut überzeugte und die Sachsen bereits zum fünften Mal in dieser Spielzeit in Führung brachte.
Ein Tor von brutaler Qualität
Diomandes zwölfter Saisontreffer in der 27. Minute war ein Sinnbild seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten. Der Flügelspieler dribbelte von der linken zur rechten Strafraumseite, ließ dabei fünf Frankfurter Verteidiger stehen und netzte anschließend überlegt ein. Ein typisches Diomande-Tor, das der Youngster am liebsten auch beim WM-Vorrundenspiel gegen Deutschland am 20. Juni wiederholen möchte.
„Ich versuche mein Bestes und glaube, es kann noch einmal so funktionieren“, zeigte sich Diomande selbstbewusst in einem Interview mit Sky. Dass es dem Leipziger Superstar ernst ist mit seiner Ankündigung, sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann spätestens nach den herausragenden Leistungen der vergangenen Wochen klar sein.
Matthäus zeigt sich alarmiert
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus jedenfalls ist bereits in Sorge. Nach dem Spiel wünschte der Sky-Experte Diomande zwar alles Gute für die verbleibenden Spiele mit Leipzig, fügte aber mit Blick auf das WM-Duell hinzu: „Aber nicht, wenn du mit dem Nationalteam gegen Deutschland spielst.“
Kein Wunder: Der Senkrechtstarter der Bundesliga befindet sich aktuell in absoluter Top-Form – und das trotz des enormen Medienrummels um seine Person. „Er macht sich keinen großen Kopf“, erklärt Leipzig-Trainer Ole Werner das Erfolgsgeheimnis seines Schützlings.
Starkes Team trotz Ausfällen
Was zusätzlich beeindruckt: Diomande ist eingebettet in ein starkes Team, das sich selbst von bedeutenden Ausfällen nicht aus der Bahn werfen lässt. Abwehrchef Willi Orban fehlte mit einer Oberschenkelverletzung, Xaver Schlager war gesperrt und Kapitän David Raum kam erst in der 79. Minute zum Einsatz.
„Ich kann nur den Hut vor meiner Mannschaft ziehen“, lobte Werner nach dem Spiel. „Wir hatten heute wichtige Spieler, die nicht dabei sein oder nur teilweise eingesetzt werden konnten. Als Trainer sagst du ein ganzes Jahr, dass es auf jeden ankommt – und so ein Tag wie heute zeigt das eindrucksvoll.“
Die Kombination aus individueller Klasse und kollektiver Stärke macht RB Leipzig derzeit zu einer gefürchteten Mannschaft. Und mit Yan Diomande verfügen die Sachsen über einen Spieler, der nicht nur die Bundesliga, sondern möglicherweise auch die anstehende Weltmeisterschaft entscheidend prägen könnte.



