Historische Gefahr für Fortuna Düsseldorf: Trainer Alexander Ende im Rettungsmodus
In den letzten fünf Spielen der Saison hat sich Fortuna Düsseldorf neu aufgestellt, um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga zu schaffen. Alexander Ende, 46 Jahre alt, übernimmt die schwierige Aufgabe, den Traditionsverein in der Liga zu halten. Seine Rettungsmission beginnt mit dem Debütspiel in Magdeburg am Samstag um 13 Uhr, das bei Sky übertragen wird.
Endes mentale Stärke in der Krise
„Ich bin ein Mensch, der sich in stressigen Situationen fokussieren kann. Ich glaube nicht, dass man erfolgreich ist, wenn man im negativen Denken unterwegs ist“, erklärt der neue Trainer. Ende ist nach Daniel Thioune und Markus Anfang bereits der dritte Trainer, den Fortuna Düsseldorf in dieser turbulenten Saison einsetzt. Seine positive Einstellung könnte entscheidend sein, denn die Lage ist mehr als angespannt.
Die bedrohliche Doppel-Gefahr
Die Situation für Alexander Ende ist historisch brisant. Bis vor vier Wochen trainierte er noch Preußen Münster, den aktuellen Tabellenletzten mit nur 28 Punkten. Fortuna Düsseldorf liegt mit lediglich zwei Punkten Vorsprung kaum besser. Sollte das Schlimmste eintreten, könnten am Saisonende beide Vereine, die Ende in dieser Spielzeit betreute, gemeinsam absteigen.
Diese Geschichte möchte der Trainer ganz sicher nicht schreiben. Doch unmöglich ist dieses Szenario nicht – es hat bereits einen historischen Präzedenzfall gegeben.
Das rheinische Seuchenjahr 1999 als Warnung
Im Jahr 1999 erlebte der rheinische Fußball ein denkwürdiges Debakel. Fortuna Düsseldorf stieg damals in die 3. Liga ab, während der Nachbar Borussia Mönchengladbach erstmals in die 2. Liga abstieg. Das Besondere daran: Beide Vereine waren mit demselben Trainer verbunden.
Friedel Rausch, der 1998 Borussia Mönchengladbach noch in letzter Minute gerettet hatte, wurde nach historischen Niederlagen gegen Leverkusen (2:8) und in Wolfsburg (1:7) im November 1998 entlassen. Nur zwei Monate später verpflichtete der 1. FC Nürnberg Rausch als Retter. Am Ende der Saison stiegen jedoch beide Vereine – Nürnberg und Mönchengladbach – gemeinsam in die 2. Liga ab. Rauschs Doppel-Abstieg war perfekt.
Fünf Spiele gegen das Unheil
Nun könnte Alexander Ende dieses unrühmliche Kapitel der Fußballgeschichte wiederholen. Doch der Trainer hat noch fünf Spiele Zeit, das drohende Unheil abzuwenden. Seine Erfahrung mit Preußen Münster und jetzt mit Fortuna Düsseldorf stellt ihn vor eine einzigartige Herausforderung im deutschen Profifußball.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Ende den historischen Gau verhindern kann oder ob der Fußball eine weitere außergewöhnliche Trainer-Geschichte schreiben wird. Die Parallelen zum Jahr 1999 sind unübersehbar und machen die Schlussphase der Saison zu einem besonderen Spannungskrimi.



