Champions-League-Aus: Dortmunds Alptraum in Bergamo durch späten Elfmeter
Dortmunds Champions-League-Aus: Elfmeter-Alptraum in Bergamo

Champions-League-Aus: Dortmunds Alptraum in Bergamo durch späten Elfmeter

Fassungslos und geschockt standen die Profis von Borussia Dortmund vor ihren Anhängern und konnten das dramatische Aus in der Champions League kaum begreifen. Im Rückspiel der Zwischenrunde bei Atalanta Bergamo lieferte der BVB einen enttäuschend schwachen Auftritt ab und schied durch eine 1:4-Niederlage verdient aus. Die Entscheidung fiel erst tief in der Nachspielzeit durch einen umstrittenen Elfmeter, der den Dortmunder Alptraum perfekt machte.

Späte Entscheidung durch Elfmeter-Drama

Das Spiel schien bereits entschieden, als in der achten Minute der Nachspielzeit der letzte Akt des Dramas folgte. Nach einem Fehlpass von BVB-Torwart Gregor Kobel und einer anschließenden Flanke in den Strafraum traf Ramy Bensebaini Bergamos Stürmer Nikola Krstovic mit der Hacke im Gesicht. Der Schiedsrichter zog nach Videoüberprüfung die rote Karte für Bensebaini und zeigte auch Nico Schlotterbeck auf der Bank die rote Karte. Den folgenden Elfmeter verwandelte der gebürtige Berliner Lazar Samardzic zum endgültigen 4:1.

„Das tut extrem weh“, sagte Kapitän Emre Can nach dem Spiel. „Kein Vorwurf an irgendeinen Spieler. Aber wenn du so viele individuelle Fehler machst, dann wird es schwer, weiterzukommen. Wir sind am Ende sehr unglücklich, aber wenn man ehrlich ist, verdient nicht weitergekommen.“

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Frühe Führung und defensive Schwächen

Bereits nach fünf Minuten gerieten die Dortmunder in Rückstand. Gianluca Scamacca nutzte eine Hereingabe von Lorenzo Bernasconi und drückte den Ball am langen Pfosten über die Linie. Diese frühe Führung beflügelte die Hausherren zusätzlich, während der BVB viel zu brav und fehleranfällig agierte.

Ohne die Unterstützung seiner Ultra-Fans, die wegen behördlicher Maßnahmen fernblieben, fand Dortmund nie ins Spiel. „Das ist für uns natürlich sehr bitter und sehr ärgerlich“, sagte Trainer Niko Kovac zu dieser Situation. Kurz vor der Pause verschlimmerte sich die Lage, als Davide Zappacosta mit einem Distanzschuss zum 2:0 traf, der durch eine Abwehrabweichung unhaltbar für Kobel wurde.

Hoffnungsschimmer und endgültiges Aus

Nach dem Seitenwechsel setzte Bergamo die Dominanz fort. Mario Pasalic nutzte eine Flanke aus dem Halbfeld und traf per Kopf zum 3:0. Dortmunds einziger Lichtblick war das 1:3 von Karim Adeyemi in der 75. Minute, das kurzzeitig neue Hoffnung weckte. Doch Maximilian Beier verpasste kurz zuvor die große Chance zum Anschluss, als er völlig frei nur den Pfosten traf.

Trainer Niko Kovac analysierte nüchtern: „Es war unnötig. Unterm Strich haben wir heute aber kein gutes Spiel gemacht.“ Torwart Gregor Kobel übernahm Verantwortung für seinen Fehlpass in der Schlussphase: „Das war mein Fehler am Ende. Es tut mir leid für die Jungs.“

Historische Parallelen und sportliche Konsequenzen

Dieses frühe Aus in der Königsklasse stellt einen historischen Rückschlag für Borussia Dortmund dar. Zuletzt war dem Verein ein solches Debakel im Europacup im Dezember 1987 gegen den FC Brügge widerfahren, als nach einem 3:0 im Hinspiel ein 0:5 nach Verlängerung folgte.

Die Niederlage kommt drei Tage vor dem Bundesliga-Gipfel gegen Bayern München und bedeutet einen millionenschweren finanziellen Rückschlag. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hatte seine Mannschaft bereits vor dem Spiel gewarnt: „Wenn irgendjemand glaubt, dass wir in einer komfortablen Situation sind, kann das auch schnell ein böses Erwachen geben.“ Diese Warnung sollte sich als prophetisch erweisen.

Die Dortmunder müssen nun die Konsequenzen aus diesem enttäuschenden Auftritt ziehen und sich auf die verbleibenden Saisonziele konzentrieren, während Atalanta Bergamo berechtigt in die nächste Runde der Champions League einzieht.

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