Drohnen-Unfall bei Hannover 96: Absturz neben Trainingsgelände
Ein gefährlicher Vorfall hat das Training von Hannover 96 am Mittwochmorgen überschattet. Eine Drohne, die normalerweise für Videoaufnahmen der Trainingseinheiten eingesetzt wird, stürzte unkontrolliert ab und landete knapp neben dem Trainingsplatz des Zweitligisten.
Technischer Defekt führt zu Kontrollverlust
Die Videoanalysten Gleart Golemi und Bjarne Oslender verloren nach Angaben des Vereins aufgrund eines technischen Fehlers die Steuerung über das Fluggerät. Die Drohne prallte zunächst gegen Äste nahestehender Bäume am Rande des Trainingsplatzes und stürzte anschließend aus etwa 15 Metern Höhe auf die andere Seite des Trainingszauns.
Besonders gefährlich: Direkt hinter dem Zaun verläuft ein regelmäßig genutzter Fuß- und Radweg, auf dem zum Zeitpunkt des Unfalls Passanten hätten unterwegs sein können. „Das hätte böse ausgehen können“, kommentierte ein Vereinsvertreter den Vorfall.
Glück im Unglück: Keine Verletzten
Zum Glück wurde bei dem Absturz niemand verletzt. Ein Ordner von Hannover 96 sammelte die beschädigte Drohne umgehend ein und übergab sie den verantwortlichen Videoanalysten. Das Fluggerät war nach dem Aufprall nicht mehr einsatzfähig.
Für den Rest der Trainingseinheit griffen Golemi und Oslender auf eine Ersatzdrohne zurück, um die gewohnten Aufnahmen für die spätere Analyse fortsetzen zu können.
Registrierte Drohnen im Profifußball
Wie viele andere Profivereine dokumentiert auch Hannover 96 seine Trainingseinheiten regelmäßig mit Drohnenaufnahmen. Für die Spieler gehört das charakteristische Summen der Fluggeräte über ihren Köpfen mittlerweile zum Trainingsalltag dazu – ebenso wie die Anweisungen von Trainer Christian Titz.
Der Einsatz solcher Drohnen unterliegt strengen Regularien: Gemäß der EU-Drohnenverordnung ist eine Registrierung beim Luftfahrtbundesamt zwingend erforderlich. Die Aufnahmen werden nach den Trainingseinheiten ausgewertet und zusammengeschnitten, um sie für detaillierte Videoanalysen durch Titz und sein Trainerteam nutzen zu können.
Technische Details der eingesetzten Drohne
Bei Hannover 96 kommt eine Drohne des Typs „DJI mini 3 Pro“ zum Einsatz, die über eine 4K-Auflösung verfügt und knapp 1000 Euro kostet. Das Fluggerät kann bis zu einer halben Stunde in der Luft bleiben und verfügt über eine automatische Spielerverfolgungsfunktion.
- Gewicht: Nur 249 Gramm
- Maximale Flughöhe: Bis zur Höhe des Stadiondaches (35 Meter)
- Automatische Hindernisvermeidung
- Erstmals eingesetzt unter Ex-Trainer Stefan Leitl
Der Vorfall zeigt, dass trotz modernster Technik und Sicherheitsvorkehrungen unvorhergesehene Zwischenfälle im Profisport möglich sind. Hannover 96 wird den Vorfall nun intern aufarbeiten und mögliche Konsequenzen für den zukünftigen Drohneneinsatz prüfen.



