Vor Zweitliga-Hit in Hannover: Dynamo-Coach Stamm beantwortet vier brennende Fragen
Dynamo-Coach Stamm vor Hannover-Spiel: Vier heiße Fragen

Vor Zweitliga-Hit in Hannover: Dynamo-Coach Stamm im BILD-Interview

Vierter gegen Vorletzter, Aufstiegsaspirant gegen Abstiegskandidat! Das Zweitliga-Spiel zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden am Wochenende verspricht Spannung pur. BILD stellte SGD-Trainer Thomas Stamm, der gerade seinen 43. Geburtstag feierte, vier brennende Fragen vor dem wichtigen Auswärtsspiel.

1. Das Problem der Vorsprungsverschleuderung

Der Aufsteiger führte diese Saison bereits 13 Mal, verlor aber drei Partien und holte fünfmal nur einen Punkt. Insgesamt gingen so 19 wertvolle Punkte verloren. Besonders das Konterspiel bereitet Sorgen, wo Dynamo oft nicht konsequent genug agiert.

Thomas Stamm analysiert: „Wir sind in Umschaltaktionen nicht so sauber, wie wir sein müssen. Auf Schalke hatten wir zwei super Momente dafür. Da konnten wir das Spiel nach 2:0-Rückstand noch für uns entscheiden. Gegen Elversberg hätten wir bei mehr Konsequenz deutlich höher geführt.“

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Gerade in Hannover, das eine offensive Spielweise mit viel Ballbesitz pflegt, könnte diese Schwäche entscheidend sein. Der Chefcoach ergänzt: „Man kann einen Gegner mit Umschaltspiel in Bedrängnis bringen. Wir haben da Luft nach oben. Es geht um Leichtigkeit, aber auch Konsequenz und Zielstrebigkeit.“

2. Die Torjäger-Debatte um Vincent Vermeij

Hält der Trainer an Vincent Vermeij als Startstürmer fest, obwohl er dieses Jahr noch torlos ist? Stamm verteidigt seinen Stürmer: „Es ist immer die Frage, ob man nur auf Tore bei den Angreifern geht. Entscheidend ist letztlich, dass wir Spiele gewinnen.“

Der Trainer betont Vermeijs andere Qualitäten: „Bei Standardsituationen hat er mit seiner Größe immer einen hohen Anteil, weil er eine gewisse Wucht und Dominanz im Strafraum hat und Gegner bindet. Daher muss er für mich nicht immer Tore machen.“

Nach BILD-Informationen schätzt der Schweizer Trainer Vermeij aufgrund seiner Arbeit gegen den Ball und seiner Ballsicherung im Übergangsspiel weiterhin als besonders wertvoll ein. Eine interessante Statistik: Von den acht Spielen, in denen der Holländer bisher nur in der Anfangsformation stand, gewann Dresden vier.

3. Wackelt die Abwehrkette bereits wieder?

Nach nur zwei Gegentoren in den drei Auftaktpartien des Jahres kassierte Dynamo zuletzt wieder vier Tore in zwei Spielen. Hat das Abwehrbollwerk Risse bekommen?

Stamm erklärt: „Die Achse war nicht die gleiche wie in den ersten Spielen. Dass es etwas Zeit braucht, ist dann normal. Eingespielt zu sein, kann immer helfen. Generell sind wir deutlich besser geworden, indem wir nicht mehr dieselbe Anzahl an Chancen zulassen.“

Der Coach verweist auf personelle Probleme: Auf Schalke musste er Mittelfeld-Abräumer Robert Wagner ersetzen, gegen Elversberg fiel Innenverteidiger Julian Pauli mit einer Kopfverletzung aus.

4. Die Rückkehr von Julian Pauli

Unter der Woche konnte das Abwehrtalent nach dem harten Zusammenprall im Schalke-Spiel nur individuell trainieren. Wird Julian Pauli in Hannover dabei sein?

Stamm gibt eine vorsichtige Prognose: „Er hat noch nicht wirklich Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht. Darum kann es sein, dass es aussieht wie letzte Woche. Julian ist der, der den Takt vorgibt, was möglich ist.“

Die Tendenz: Noch wirkt es eine Woche zu früh für eine Rückkehr. Dennoch war der Trainer mit dem Auftritt von Ersatzmann Friedrich Müller gegen Elversberg zuletzt richtig zufrieden.

Insgesamt zeigt sich Dynamo Dresden trotz der Herausforderungen zuversichtlich vor dem Gastspiel bei Hannover 96. Die Mannschaft hat laut Trainer Stamm „keine Bauchschmerzen“ vor der schwierigen Auswärtsaufgabe.

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