Dynamo Dresden triumphiert in Nürnberg: Bobziens Jubel kostet letzte Kraftreserven
Dynamo Dresden siegt in Nürnberg: Bobziens Jubel kostet Kraft

Dynamo Dresden triumphiert in Nürnberg: Bobziens Jubel kostet letzte Kraftreserven

Beim Hochrisiko-Spiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Dynamo Dresden blieb alles weitgehend friedlich. Die ersatzgeschwächten Dresdner konnten den überraschenden und wichtigen 2:0-Sieg daher voll auskosten. Für Torschütze Ben Bobzien wurde der Triumph allerdings zu einem unerwarteten Härtetest.

Emotionaler Torjubel als Kraftakt

Der 22-jährige Offensivspieler, der mit seinem Treffer kurz vor Spielende den Deckel auf die Partie machte, war ohnehin komplett ausgepowert und von Krämpfen geschüttelt. Vor Freude sprang er über die Bande und rannte jubelnd zu den 10.000 mitgereisten Dynamo-Fans. „Es war ein sehr emotionales Tor, das hat mich für die Mannschaft und die Fans extrem gefreut“, begründete die Mainzer Leihgabe nach dem Spiel.

Allerdings stellte sich dabei ein unerwartetes Problem: Die Fankurve im Max-Morlock-Stadion ist wegen der Tartanbahn besonders weit vom Spielfeld entfernt, was zusätzliche Energie kostete. „Die Meter waren doch anstrengender, als gedacht“, gab Bobzien grinsend zu. „Aber das nimmt man in dem Fall in Kauf.“

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Tor als Krönung einer Teamleistung

Zu seinem entscheidenden Treffer erklärte der glückliche Schütze: „Ich kriege nach einem guten Ball von Lemmi die Chance, gefühlt auf dem halben Platz eins gegen eins zu spielen, nehme das auch und schließe mit links ab. Ich glaube, das war ein guter Moment, um das Tor zu schießen.“

In der Tat war es die Krönung einer Leistung, die den Dresdnern wohl nur die wenigsten zugetraut hätten. Schließlich fehlten mit Niklas Hauptmann, Kofi Amoako (beide fünfte Gelbe), Niklas Hauptmann (Schulter) und Thomas Keller (muskuläre Probleme) gleich vier wichtige Stammspieler. Doch das schien die Truppe eher anzustacheln.

Ersatzspieler springen mit heißem Herzen ein

Getreu dem Motto „Jetzt erst recht!“ sprangen Luca Herrmann, Toni Menzel, Lukas Boeder und Friedrich Müller mit heißem Herzen und kühlem Kopf in die Bresche. Ein Leistungsabfall war nicht zu erkennen. Und wenn es doch mal gefährlich wurde, war Torhüter Tim Schreiber zur Stelle.

„Das war ein absolut verdienter Sieg für Dynamo Dresden. Sie waren in allen Belangen besser“, erkannte sogar FCN-Coach und Weltmeister von 2014, Miroslav Klose, an.

Teamzusammenhalt und positive Fanbilanz

„Die, die reingekommen sind, haben das sehr gut gemacht und eine hohe Intensität an den Tag gelegt“, lobte auch Bobzien die Ersatzspieler. „Das ist nicht selbstverständlich und spricht für den Zusammenhalt im Team. Da fühlt sich jeder wohl auf dem Platz. Die drei Punkte tun uns im Abstiegskampf sehr gut.“

Genau wie das Verhalten der Dynamo-Fans, die sich nach den schweren Ausschreitungen der Vorwoche diesmal von ihrer besten Seite zeigten und einen starken Support hinlegten. Die Polizei, die die Partie mit einem Großaufgebot absicherte, sprach von einem „weitgehend störungsfreien Verlauf“. Lediglich beim Verlassen des Stadions kam es zu einer Körperverletzung zwischen zwei rivalisierenden Fans. Die Beamten leiteten entsprechende Ermittlungen ein.

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