Dzeko für zwei Spiele gesperrt: Schalke will Einspruch einlegen
Dzeko-Sperre: Schalke will Einspruch einlegen

Schwere Dzeko-Sperre trifft Schalke im Aufstiegsrennen

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat eine harte Entscheidung getroffen: Edin Dzeko, der angeschlagene Stürmer des FC Schalke 04, wird für zwei Spiele gesperrt. Die Königsblauen müssen damit im entscheidenden Aufstiegskampf der 2. Bundesliga auf ihren Topscorer verzichten. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, denn der Verein aus Gelsenkirchen kündigte umgehend an, Einspruch einzulegen.

Rote Karte gegen Hannover führt zur Sperre

Auslöser der Sperre ist eine Rote Karte, die Schiedsrichter Robin Braun (30) Dzeko am vergangenen Sonntag im Spiel gegen Hannover 96 zeigte. Der 40-jährige Bosnier, der genau am Tag der DFB-Entscheidung seinen Geburtstag feierte, trat dabei gegen Husseyn Chakroun (21). Das 2:2-Unentschieden gegen Hannover wird für Schalke nun noch bitterer, da der Verein seinen torgefährlichsten Spieler verliert.

Dzeko, der in dieser Saison bereits sechs Treffer in acht Spielen erzielt hat, würde bei Bestätigung der Sperre sowohl im Auswärtsspiel bei Darmstadt 98 am Samstag als auch nach der Länderspielpause gegen Karlsruher SC fehlen. Beide Begegnungen sind von enormer Bedeutung im engen Aufstiegsrennen.

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Schalke will Sperre nicht akzeptieren

Sportdirektor Youri Mulder (56) hatte bereits direkt nach dem Hannover-Spiel angekündigt, dass der Verein eine längere Sperre für Dzeko nicht hinnehmen werde. „Das wollen wir nicht akzeptieren“, ließ der Klub nach der DFB-Entscheidung verlauten. Ob der Einspruch Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten, doch die Königsblauen zeigen damit Kampfgeist.

Die Sperre trifft Schalke zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Darmstadt 98, der nächste Gegner, ist der erste Verfolger in der Tabelle und könnte den Traditionsklub am Wochenende von der Tabellenspitze verdrängen. Ohne Dzeko fehlt dem Team nicht nur der torgefährlichste Spieler, sondern auch ein erfahrener Bessermacher und Führungsspieler.

Offensivprobleme verschärfen sich

Die Personalsituation im Sturm ist für Cheftrainer Miron Muslic (43) mehr als angespannt. Neben Dzeko ist nur Kapitän Kenan Karaman (32) in anhaltender Torform – der Türke traf bereits elfmal in dieser Saison. Die Alternativen bieten wenig Zuversicht: Moussa Sylla (26) wartet seit November 2025 auf ein Tor, Neuzugang Christian Gomis (25) sogar seit Oktober.

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Bisher holte Schalke 04 nur einen einzigen Punkt in Spielen, in denen Dzeko nicht direkt an einem Treffer beteiligt war. Nun steht die Mannschaft vor der Bewährungsprobe, zu zeigen, dass sie auch ohne ihren Superstürmer einen direkten Aufstiegskonkurrenten auf Abstand halten kann.

Für Muslic und sein Team beginnt eine Herkulesaufgabe. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Schalke die Dzeko-Lücke schließen kann oder ob die Sperre des 40-Jährigen die Aufstiegshoffnungen der Königsblauen nachhaltig beschädigt.

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