Eberl unter Druck: Interne Vorwürfe beim FC Bayern gefährden seine Zukunft
Eberl in Bedrängnis: Interne Vorwürfe beim FC Bayern

Eberl in Bedrängnis: Die internen Vorwürfe beim FC Bayern im Detail

Eine Vertragsverlängerung mit Sportvorstand Max Eberl ist beim FC Bayern München nach Informationen der AZ alles andere als gesichert. Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, könnten Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund seine Aufgaben übernehmen. Die Hintergründe der internen Kritik an Eberl sind vielschichtig und reichen von finanziellen Vorwürfen bis zu gestörten Vertrauensverhältnissen.

Sportliche Dominanz kontrastiert mit Führungsproblemen

Sportlich könnte es für den FC Bayern derzeit kaum besser laufen. In der Bundesliga haben die Münchner mit elf Punkten Vorsprung die Konkurrenz längst abgehängt, die 35. Meisterschaft steht in wenigen Wochen fest – inklusive eines neuen Torrekords. Zudem winkt das erste Pokalfinale seit 2020, wofür am 22. April die Halbfinal-Hürde in Leverkusen genommen werden muss. In der Champions League, dem Sehnsuchtswettbewerb des Klubs, hat sich die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany nach dem 6:1-Feuerwerk bei Atalanta Bergamo zum Titelfavoriten Nummer eins entwickelt.

Doch trotz dieser beeindruckenden sportlichen Phase gibt es Unruhe neben dem Platz. Ähnlich wie damals, als Ex-Coach Hansi Flick und der frühere Sportvorstand Hasan Salihamidzć nicht mehr miteinander konnten, steht nun Max Eberl im Fokus. Zwar hat Eberl ein gutes Verhältnis zu Trainer Kompany, dessen Verpflichtung im Sommer 2024 auf seine Initiative zurückging. Im Kreis der Bosse wird seine Arbeit jedoch weiterhin kritisch betrachtet.

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Konkrete Vorwürfe: Finanzen, Vertrauen und Verhandlungen

Intern wird Eberl vorgeworfen, zu viel Geld für Vertragsverlängerungen und Handgelder auszugeben. Spieler und Berater kassieren beim FC Bayern seit Jahren hohe Summen – vergleichbar mit kaum einem anderen Topklub in Europa. Zwar hat Eberl Großverdiener wie Leroy Sané und Kingsley Coman von der Gehaltsliste genommen, nach der Saison folgt Leon Goretzka. Dennoch bleibt die Kritik an seinen Ausgaben bestehen.

Ein weiterer zentraler Kritikpunkt betrifft das Vertrauensverhältnis. Laut „Sport Bild“ und bestätigt durch AZ-Informationen gibt es kein echtes Vertrauen zwischen Eberl und den Mächtigen im Klub. Der Aufsichtsrat, in dem unter anderem Vorsitzender Herbert Hainer, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sitzen, fühlt sich von Eberl teilweise nicht einbezogen und zu spät informiert. Ihm werden Alleingänge vorgeworfen, die das interne Klima belasten.

Des Weiteren heißt es intern, Eberl verhandle nicht so hart wie seine Vorgänger Rummenigge und Hoeneß. Diese weichere Verhandlungsführung koste den Verein letztlich viel Geld und stehe im Kontrast zur traditionellen Bayern-Philosophie.

Positive Aspekte und anhaltende Spannungen

Gleichzeitig muss anerkannt werden, dass Eberl seit seinem Amtsantritt im März 2024 einige erfolgreiche Entscheidungen getroffen hat. Dazu zählen die Verpflichtung von Trainer Vincent Kompany sowie die Transfers von Michael Olise, Luis Díaz und Jonathan Tah. Diese sportlich klugen Manöver werden jedoch von den anhaltenden Spannungen überschattet.

Intern hört man regelmäßig von verschiedenen Lagern innerhalb des Klubs – auch am Campus. Dieses fehlende Miteinander könnte auf Dauer den sportlichen Erfolg gefährden, selbst wenn die aktuellen Ergebnisse brillant sind.

Entscheidung über Eberls Zukunft steht bevor

Sollte Eberls Vertrag nicht verlängert werden, würden Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund voraussichtlich die Aufgaben des Sportvorstands übernehmen. Eine externe Neuverpflichtung ist derzeit nicht geplant. Dreesen und Freund, deren Verträge ebenfalls 2027 enden, haben sehr gute Chancen auf eine Verlängerung.

Für Max Eberl hingegen ist die Situation erneut prekär. Auf der übernächsten Aufsichtsratssitzung Mitte August soll über seine Zukunft beim FC Bayern entschieden werden. Bis dahin bleibt ungewiss, ob der Sportvorstand trotz der sportlichen Höhenflüge seine Position halten kann.

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