Eberl zu Bayern-Champions-League-Kracher: Kane gibt „gutes Gefühl“ gegen Real Madrid
Der FC Bayern München ist mit einem erleichterten Sportvorstand Max Eberl nach Madrid gereist, da Stürmerstar Harry Kane nach seinen Sprunggelenksproblemen wieder im Kader steht. Diese Nachricht sorgt bei den Münchnern für beste Laune vor dem ersten Kräftemessen im Viertelfinale der Champions League. Eberl warnt jedoch davor, sich in Momenten der Begeisterung von der Euphorie mitreißen zu lassen.
Kane absolviert Abschlusstraining und steht zur Verfügung
Harry Kane hat das Abschlusstraining der Münchner für das Viertelfinal-Hinspiel am Dienstag im Bernabéu-Stadion bestreiten können. „Er hat alles getan, jetzt ist er dabei und hat das Abschlusstraining mitgemacht. Ob er ihn aufstellt oder nicht, ist dann Vinnies (Vincent Kompanys) Entscheidung. Aber zumindest ist er dabei und es gibt ein gutes Gefühl“, sagte Eberl vor dem Abflug des FC Bayern nach Spanien.
Trainer Vincent Kompany hat bis auf Torhüter Sven Ulreich, den Adduktorenprobleme bremsen, den kompletten Kader zur Verfügung. Dies gibt dem Team zusätzliche Optionen für die taktische Aufstellung in diesem hochkarätigen Duell.
Musiala und Davies mit steigender Fitness
Auch Offensivspieler Jamal Musiala und Außenverteidiger Alphonso Davies, die dem FC Bayern lange gefehlt haben, arbeiten sich immer mehr zurück in die Mannschaft. Für 90 Minuten reiche es bei ihnen aber noch nicht, meinte Eberl. Sie hätten jedoch „immer mehr Minuten im Tank, und dementsprechend wird die Zeit noch kommen“. Ihre zunehmende Fitness könnte in den entscheidenden Phasen des Spiels von großer Bedeutung sein.
Eberl warnt vor Euphorie und betont Demut
Max Eberl freut sich auf die beiden Kräftemessen mit Real Madrid und betont die Besonderheit dieser Begegnung. „Jedes Spiel Real Madrid gegen Bayern München ist besonders, und das spüren wir. Aber die Jungs haben sich in eine Situation gebracht, dass wir auch mit Selbstvertrauen dahinfahren können, mit aller nötigen Demut, die das Bernabéu und der Gegner immer mit sich bringen“, sagte der Sportvorstand.
Nach Einschätzung Eberls besteht eine der größten Gefahren gegen Real darin, sich von eigenen starken Momenten wie Torchancen blenden zu lassen. „Bei Real Madrid ist es genau dieser eine Moment, wo sie aus einer Notsituation klären und auf einmal hast du ein Eins-gegen-eins gegen (Kylian) Mbappé oder gegen Vini Jr. Das ist das, worauf wir sehr aufpassen müssen, dass wir da nicht in unserer Euphorie, dass wir etwas Gutes gemacht haben, eben Dinge vernachlässigen“, mahnte er.
Diese Warnung unterstreicht die mentale Herausforderung, die in solch einem prestigeträchtigen Spiel auf die Bayern-Spieler zukommt. Die Kombination aus Selbstvertrauen und der nötigen Demut wird entscheidend sein, um in der heißen Atmosphäre des Bernabéu-Stadions bestehen zu können.



