Effenberg kritisiert Umgang mit El Mala beim 1. FC Köln und zieht Bayern-Vergleich
Immer wieder gibt es Diskussionen über die Einsatzzeiten von Said El Mala beim 1. FC Köln. Stefan Effenberg kritisiert den Umgang des Klubs mit dem Nationalspieler scharf und zieht dabei einen direkten Vergleich zum FC Bayern München.
Kritik am 1. FC Köln und Trainer Kwasniok
Stefan Effenberg hat im Doppelpass auf SPORT1 deutlich gemacht, dass er den Umgang des Klubs sowie von Trainer Lukas Kwasniok mit dem 19-jährigen Talent nicht verstehen kann. „Die Situation und die Diskussion für den 1. FC Köln ist nicht gut, denn immer wieder werden die Fragen nach El Mala gestellt“, meinte der frühere Bayern-Profi. Er fügte hinzu: „Wenn du das nur auf einen Spieler fokussierst, tut es auch der Mannschaft nicht gut. Das macht Lukas Kwasniok nicht immer schlau, weil er teilweise selbst ein Fass aufmacht und darüber spricht. Das sollte er lieber sein lassen.“
Vergleich mit dem FC Bayern und Lennart Karl
Der SPORT1-Experte verwies dabei auf die Situation beim FC Bayern München mit dem 18-jährigen Lennart Karl. „Das macht Vincent Kompany mit Karl bei Bayern anders, es würde niemals zu so einer Situation kommen“, betonte Effenberg. Er erklärte weiter: „Das kommt bei den Fans nicht gut an und wenn du dann noch Unruhe hereinbekommst, dann ist es auch schwer, die Leistung auf den Platz zu bringen.“ Für junge Spieler sei es entscheidend, das Vertrauen des Trainers zu spüren und ausreichend Spielzeit zu erhalten, um sich entwickeln zu können.
El Malas Leistungen und Nationalmannschafts-Nominierung
Said El Mala bewegt sich in Köln zuletzt stetig zwischen Startelf und Ersatzbank, obwohl er bereits neun Tore und vier Vorlagen in der aktuellen Saison verbuchen kann. Wegen seiner überzeugenden Leistungen nominierte ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann im vergangenen November erstmals für die deutsche Nationalmannschaft. Aus diesem Grund sorgen Kwasnioks Aufstellungen beinahe wöchentlich für kontroverse Diskussionen.
Effenbergs Einschätzung des Talents
„Er ist noch am Anfang einer vielleicht großen Karriere und natürlich unfassbar wichtig. Er ist individuell ein unglaublicher Spieler und kann Spiele entscheiden“, hob Effenberg hervor. Gleichzeitig erwähnte er, dass der 19-Jährige auch schon schwächere Spiele absolviert habe, als er in der Startelf stand. „Sein Anspruch, immer spielen zu wollen, ist richtig. Ich sehe die Trainingswochen in Köln nicht und das muss man natürlich berücksichtigen, ob er in der Startelf steht oder nicht“, sagte Effenberg abschließend.



