Effenberg kritisiert Nagelsmann scharf: 'Total irritierend' im Umgang mit Undav
Effenberg kritisiert Nagelsmann: 'Total irritierend' bei Undav

Effenberg übt scharfe Kritik an Nagelsmanns Umgang mit Undav

Die Rolle von Deniz Undav in der deutschen Nationalmannschaft und sein Verhältnis zu Bundestrainer Julian Nagelsmann bleiben ein kontroverses Thema. Im SPORT1-Doppelpass fielen nun deutliche Worte von Stefan Effenberg, der den Umgang des Trainers mit dem Stürmer als "total irritierend und auch nicht nachvollziehbar" bezeichnete.

Leistungsprinzip sollte gelten

"Wenn du der beste Bundesliga-Stürmer hinter Harry Kane bist, eine Top-Quote hast und in 39 Spielen an 36 Toren beteiligt bist, solltest du in der Startelf stehen", argumentierte der 57-jährige Experte. "Nach dem Leistungsprinzip solltest du dann in der Startelf gesetzt sein." Effenberg zeigte sich zudem verwundert über Nagelsmanns Entscheidung, Kai Havertz nach dessen Verletzungspause Spielpraxis in der Nationalmannschaft zu geben.

"Dafür ist die Nationalmannschaft nicht da. Dafür ist der Verein und Trainingseinheiten da", erklärte der Ex-Profi. Auch die Aufstellung von Nick Woltemade, um dessen Selbstvertrauen zu stärken, kritisierte er scharf: "Ja, aber bitte im Verein und nicht in der Nationalmannschaft. Da sollen die Besten spielen."

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Babbel schließt sich der Kritik an

Markus Babbel unterstützte Effenbergs Position und zeigte sich von Nagelsmanns öffentlichen Äußerungen über Undav irritiert. "Ich kenne aus der Vergangenheit keinen Bundestrainer, der über seine eigenen Spieler so schlecht geredet hat", sagte Babbel. "Das ist für mich ein absolutes Novum. Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon einmal einen Bundestrainer gab, der seine eigenen Spieler so an die Wand nagelt."

Babbel vermutet sogar, dass Undav aufgrund von Nagelsmanns Aussagen nicht mit zur Weltmeisterschaft fahren wird. Gleichzeitig relativierte er Effenbergs Kritik an der Aufstellung von Havertz: "Du kannst ja sagen: 'Havertz war lange verletzt. Ich will den jetzt von Anfang an sehen, wie er sich vorne präsentiert.' Das kann ich nachvollziehen."

Undav selbst sieht keine Probleme

Der VfB-Stuttgart-Stürmer hat sich inzwischen zu dem Wirbel geäußert und betont, dass zwischen ihm und Nagelsmann alles in Ordnung sei. "Ich will gar nicht so auf das Thema eingehen. Ich habe mit dem Bundestrainer geredet. Die Sache ist durch, es ist alles gut zwischen uns", sagte Undav nach dem Spiel gegen Borussia Dortmund.

Was genau besprochen wurde, wollte der Torjäger nicht verraten: "Was wir besprochen haben, werde ich hier nicht sagen. Wir haben kurz geredet, es ist alles gut." Die öffentliche Diskussion um seine Rolle in der Nationalmannschaft scheint für Undav damit beendet zu sein, während die Expertenkritik an Nagelsmanns Führungsstil weiterhin für Gesprächsstoff sorgt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration