Eklat in Lissabon: Beleidigung gegen Vinicius führt zu hitziger Spielunterbrechung
Das Champions-League-Play-off-Hinspiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid wurde am Dienstagabend im Estádio da Luz von einem aufsehenerregenden Zwischenfall überschattet. Nach einem Traumtor von Real Madrids Starspieler Vinicius Júnior in der 50. Minute eskalierte die Situation, als der Brasilianer offenbar von Benficas Gegenspieler Gianluca Prestianni beleidigt wurde.
Provokativer Jubel und sofortige Reaktion
Vinicius hatte mit einem sehenswerten Treffer die 1:0-Führung für Real Madrid erzielt und feierte dies mit einem provokativen Tänzchen an der Eckfahne. Dafür sah er umgehend die Gelbe Karte von Schiedsrichter Francois Letexier. Nur Momente später hielt sich Prestianni das Trikot vor den Mund und äußerte offenbar beleidigende Worte gegenüber dem Brasilianer.
Die Reaktion von Vinicius war unmittelbar und emotional: Wild gestikulierend stürmte er auf den Schiedsrichter zu, woraufhin Letexier das Spiel sofort unterbrach. An der Seitenlinie entbrannten hitzige Diskussionen zwischen Spielern, Trainern und Offiziellen beider Mannschaften.
Zehnminütige Pause und weitere Eskalation
Die Unterbrechung dauerte etwa zehn Minuten, in denen Vinicius zeitweise kopfschüttelnd auf der Ersatzbank Platz nahm. Ein Betreuer von Benfica wurde während der Auseinandersetzungen mit der Roten Karte des Feldes verwiesen. Als das Spiel schließlich fortgesetzt wurde, pfiffen die Benfica-Fans im voll besetzten Estádio da Luz Vinicius bei jedem weiteren Ballkontakt gnadenlos aus.
Dieser Vorfall wirft erneut Fragen zum Umgang mit Diskriminierung und Respektlosigkeit im Profifußball auf. Beide Vereine und der europäische Fußballverband UEFA dürften den Fall nun genau untersuchen, mögliche Sanktionen sind nicht ausgeschlossen. Für Real Madrid war der Abend dennoch erfolgreich: Sie sicherten sich mit dem 1:0 einen wichtigen Auswärtssieg für das Rückspiel in Madrid.



