Kölns Youngster antwortet auf Bundestrainer-Kritik mit Tor und Bescheidenheit
Nach deutlichen Worten von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sich Said El Mala vom 1. FC Köln mit einer bemerkenswerten Leistung beim Auswärtsspiel gegen den Hamburger SV für die Fußball-Nationalmannschaft empfohlen. Der erst 19 Jahre alte Offensivspieler erzielte mit seinem ersten Kopfballtor in der Bundesliga den wichtigen Ausgleich zum 1:1 und zeigte damit prompte Reaktion auf die zuvor geäußerte Kritik.
Bescheidene Reaktion trotz WM-Träumen
Der junge Senkrechtstarter, der weiterhin von einer ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft träumt, blieb in seinen Aussagen nach dem Spiel erstaunlich besonnen. „Ich versuche, mich eigentlich nicht davon irgendwie irritieren zu lassen. Ich will einfach hundert Prozent mein Spiel spielen, meine Themen verbessern und dann sieht man, was kommt“, erklärte der gebürtige Krefelder im ZDF-Sportstudio. Diese zurückhaltende Haltung überraschte angesichts der öffentlichen Diskussion um seine Person.
Nagelsmanns klare Forderungen
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte in einem Interview mit dem Magazin „Kicker“ zuvor kritisch angemerkt, dass El Mala bei den Kölnern zu wenig Spielzeit erhalte. „Said muss den Anspruch haben, dass er in Köln Stammspieler ist und immer spielt. Aber er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig“, so die deutliche Aussage des Nationaltrainers. Nagelsmann betonte dabei, dass dies nicht am Trainer liege, sondern an El Malas eigener Entwicklung, insbesondere in der defensiven Arbeit.
Lob von Matthäus und Vereinsverantwortlichen
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus äußerte sich positiv über den jungen Spieler: „Wenn er Topleistungen bringt, gehört er natürlich zum erweiterten Kreis.“ Auch Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zeigte sich überzeugt von El Malas Potenzial für die Nationalmannschaft und verwies auf dessen kontinuierliche Entwicklung.
Statistische Bilanz und Entwicklung
In der aktuellen Bundesliga-Saison hat El Mala in 26 Spielen bereits neun Tore erzielt und vier weitere vorbereitet. Kölns Trainer Lukas Kwasniok bestätigte die positive Entwicklung des Spielers: „Und das hat er getan“, versicherte der Coach bezüglich der geforderten Verbesserungen in der defensiven Arbeit. Kwasniok betonte, dass El Mala in den vergangenen zwei Wochen, inklusive des Einsatzes gegen Dortmund, „einen Step“ in seinem Entwicklungsprozess gemacht habe.
Nationalmannschaftsperspektiven
Der junge WM-Anwärter war bereits im November Teil des A-Nationalmannschaftsaufgebots, erhielt beim 2:0 in Luxemburg jedoch keine Einsatzzeit und kehrte anschließend zur U21-Auswahl zurück. Möglicherweise erhält der talentierte Offensivspieler Ende März bei den Testspielen der deutschen Mannschaft in der Schweiz und gegen Ghana erneut eine Chance, sich auf internationaler Ebene zu präsentieren.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob El Mala mit konstanten Leistungen die Kritik von Bundestrainer Nagelsmann endgültig entkräften und seinen Platz in der Nationalmannschaft nachhaltig sichern kann. Sein Kopfballtor in Hamburg war zumindest ein vielversprechendes Signal in diese Richtung.



