Kölns Ausnahmetalent El Mala im Fokus von Bundestrainer Nagelsmann
Der junge Offensivstar Said El Mala (19) vom FC Köln hat nach deutlicher Kritik von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) seine Leistungen deutlich gesteigert. Jetzt stellt sich die Frage, ob seine aktuellen Zahlen für eine erneute Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft ausreichen könnten.
Nagelsmanns Kritik als Antrieb für El Mala
Vor knapp drei Wochen äußerte sich Bundestrainer Julian Nagelsmann noch deutlich kritisch über den Kölner Jungstar: „Er spielt 50 Prozent, das ist zu wenig. Und das liegt nicht am Trainer, was man dann oft meint, sondern es liegt an ihm selbst, wie stabil er in der Defensive arbeitet.“ Diese Worte scheinen El Mala beflügelt zu haben, denn seitdem zeigt er beim FC Köln deutlich verbesserte Leistungen.
El Malas beeindruckende Entwicklung
Der 19-Jährige hat sein Tief von sechs Spielen ohne Torbeteiligung überwunden und glänzt aktuell als Torjäger, Spielentscheider und Malocher. In den letzten vier Spieltagen stand El Mala dreimal in der Startelf, nur in Augsburg musste er aufgrund muskulärer Beschwerden pausieren. Am Samstag könnte er erstmals diese Saison zum dritten Mal in Folge in der Anfangsformation stehen.
Besonders bemerkenswert ist El Malas Entwicklung in der Defensivarbeit. Trainer Lukas Kwasniok lobte nach dem 1:2 gegen Dortmund: „El Mala gegen den Ball – unglaublich!“ Nach dem 1:1 beim HSV stellte Kwasniok klar: „Said hatte schon immer die Bereitschaft gegen den Ball zu arbeiten. Es ist ganz normal, dass er sich nicht nur auf seine Fähigkeiten verlassen kann, sondern auch in der Arbeit gegen den Ball zulegen muss, wenn er sich in der Bundesliga etablieren und besser werden will. Das hat er getan.“
Die entscheidenden Zahlen und Fakten
El Mala bleibt offensiv Kölns größte Waffe:
- Top-Torjäger mit bereits 9 Treffern in dieser Saison
- Mit seinen Toren und Assists sicherte er dem FC Köln bereits 10 Punkte
- Ohne El Malas Torbeteiligungen stünde der FC längst abgeschlagen auf Platz 17
- Er lieferte die beiden einzigen Zähler in den letzten sechs sieglosen Spielen
Die Nationalmannschafts-Perspektive
Am Donnerstag (19. März) wird Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Kader für die kommenden Länderspiele in der Schweiz (27.3.) und gegen Ghana (30.3.) bekannt geben. El Mala selbst äußert sich bescheiden zu seinen Ambitionen: „Ich versuche, mich eigentlich nicht davon irgendwie irritieren zu lassen. Ich will einfach hundert Prozent mein Spiel spielen, meine Themen verbessern und dann sieht man, was kommt.“
Die beeindruckenden Werte und Zahlen, die El Mala aktuell liefert, werden Bundestrainer Nagelsmann sicherlich registrieren. Auch wenn sie vielleicht noch nicht zu einer direkten Nominierung für die März-Länderspiele führen, erhöhen sie El Malas Chancen auf eine Teilnahme an der WM im Sommer (11. Juni - 19. Juli) und eine Last-Minute-Nominierung erheblich.
Der Druck im Abstiegskampf des FC Köln scheint El Mala nicht zu belasten, sondern ihn zu Höchstleistungen zu motivieren. Seine Entwicklung in den letzten Wochen zeigt, dass er auf Kritik konstruktiv reagieren und seine Schwächen in Stärken verwandeln kann – eine Eigenschaft, die für Nationalspieler besonders wertvoll ist.



