Elfer-Drama in der Regionalliga: Erfurt siegt mit letztem Atemzug
Elfer-Drama: Erfurt siegt in letzter Sekunde

Drama bis zur letzten Sekunde: Elfer-Wahnsinn in der 4. Liga

Völlig verrückte Szenen spielten sich beim Regionalligaspiel in Greifswald ab, wo Rot-Weiß Erfurt vor 1172 Zuschauern am Ende mit 2:1 gewann. Drei Elfmeter und eine Rote Karte sorgten für ein spektakuläres Match, das bis zur letzten Spielsekunde spannend blieb.

Überraschende Aufstellung und frühe Chancen

Trainer Fabian Gerber überraschte zu Beginn der Partie, indem er Neuzugang Falcao zunächst auf der Bank ließ und stattdessen Sejdo Durakov brachte. Seit der Aufstiegszug ohne Erfurt weiterfährt, sollte sich das Team eigentlich befreiter spielen – und so begann RWE auch mit viel Druck.

Eine frühe Flanke von links erreichte Ben Luca Motritz, der am langen Pfosten wartete und auf Obed Ugondu ablegte. Doch der Stürmer konnte den Ball einen Meter vor dem Tor nicht verwerten. Marco Wolf, Maxime Awoudja und Til Linus Schwarz legten in Erfurts Drangphase nach, scheiterten jedoch allesamt an der greifswalder Abwehr.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Greifswald geht per Elfmeter in Führung

Die Hausherren sortierten sich und beschränkten sich auf Verteidigen und harmlose Konter. Wie aus dem Nichts kamen sie dann zur Führung: Nach einer Ecke rang Ugondu Edgar Kaizer im Strafraum in bester Wrestling-Manier zu Boden – Schiedsrichter Kai Kaltwaßer zeigte sofort auf den Punkt. Ex-Bundesliga-Profi Soufian Benyamina verwandelte sicher und brachte Greifswald in Front.

Turbulente zweite Halbzeit mit zwei weiteren Elfmetern

Nur zehn Minuten nach der Pause wurde es erneut turbulent. Durakovs Torschuss landete bei Romario Hajrulla, der aus drei Metern vor Jakubov einschieben wollte und von Kaizer festgehalten wurde. Wieder zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt – und diesmal gab es zusätzlich Rot für Kaizer. Hajrulla trat selbst an und traf sicher ins linke untere Eck zum Ausgleich.

Rot-Weiß Erfurt drückte weiter auf den Siegtreffer. Hajrulla verpasste knapp, auf der Gegenseite scheiterte der Ex-Jenaer Lukas Lämmel ebenfalls. Laurenz Dehl brachte einen abgelegten Ball des eingewechselten Falcao nicht im Tor unter, und kurz darauf kratzte Jakubov einen Fernschuss von Marco Wolf aus dem Winkel.

Die Entscheidung fällt in der Nachspielzeit

14 Sekunden vor dem Ende der Nachspielzeit dann die spektakuläre Entscheidung: Durakov wurde im Strafraum von den Beinen geholt – erneut Elfmeter. Hajrulla verwandelte auch den zweiten Erfurter Strafstoß souverän mit der letzten Aktion des Spiels und sicherte seinem Team den wichtigen Auswärtssieg.

Das Spiel war geprägt von intensiven Zweikämpfen, taktischen Überraschungen und einer emotionalen Achterbahnfahrt für beide Teams. Die drei verwandelten Elfmeter und die Rote Karte werden noch lange im Gedächtnis der Zuschauer bleiben.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration