Gladbachs Elvedi überholt Legende Netzer - doch Jubiläum wird von enttäuschendem Remis getrübt
In den letzten 20 Minuten des Bundesliga-Spiels gegen den Tabellenletzten Heidenheim trug Nico Elvedi erneut die Kapitänsbinde für Borussia Mönchengladbach. Der 29-jährige Schweizer Nationalspieler übernahm die Führungsrolle nach der Auswechslung von Rocco Reitz, doch selbst mit Elvedi als Führungsspieler gelang den Fohlen nicht der erhoffte Sieg. Das Spiel endete mit einem 2:2-Unentschieden, das sich für die Gladbacher Mannschaft wie eine gefühlte Niederlage anfühlte.
„Wir waren einfach nicht dominant genug“ - Elvedi analysiert die enttäuschende Leistung
Nico Elvedi zeigte sich nach dem Spiel deutlich enttäuscht über die Leistung seiner Mannschaft: „Das war definitiv zu wenig, das tut sehr weh. Wir haben uns das Spiel ganz anders vorgestellt, wir waren einfach nicht dominant genug. Wir waren nicht bissig genug, zu unentschlossen im letzten Drittel, haben zu viele Fehler gemacht.“
Der Schweizer Verteidiger räumte ein, dass Gladbach am Ende sogar glücklich sein könne, überhaupt einen Punkt mitgenommen zu haben: „Am Ende können wir glücklich sein, dass wir zumindest den Punkt mitnehmen. Heidenheim hatte auch gute Chancen, das muss man sagen.“
Besonders verwunderlich war für Elvedi, dass die Mannschaft trotz guter Vorbereitung und positiver Stimmung vor dem Spiel nicht die erwartete Leistung abrufen konnte: „Eigentlich hatte ich ein echt gutes Gefühl vor dem Spiel. Die Stimmung war gut. Wir haben uns gegenseitig gepusht und uns gut vorbereitet. Und ich fand, dass wir sie überhaupt nicht unterschätzt haben. Aber auf dem Platz hat es dann an Biss gefehlt.“
Historischer Meilenstein: Elvedi überholt Gladbach-Legende Günter Netzer
Das Spiel gegen Heidenheim markierte für Nico Elvedi einen besonderen persönlichen Meilenstein. Mit seinem 359. Profieinsatz im Fohlen-Trikot überholte er die Gladbach-Legende Günter Netzer, der in seiner Karriere auf 358 Spiele für Borussia Mönchengladbach in allen Wettbewerben gekommen war.
Der 81-jährige Netzer, der in den 1970er Jahren zu den prägenden Spielern des Vereins gehörte und 1973 sogar die Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewann, wurde damit von dem aktuellen Gladbacher Abwehrspieler statistisch überholt.
Elvedi zeigte sich stolz auf diese Leistung, bedauerte aber gleichzeitig, dass das Jubiläumsspiel nicht mit einem Sieg gefeiert werden konnte: „Ich habe das so nebenbei mitbekommen. Das macht mich schon sehr stolz, muss ich sagen. Natürlich hätte ich deshalb gegen Heidenheim gerne einen Sieg gefeiert. Es sind schon enorm große Zahlen und auch sehr große Spieler, die ich bereits überholt habe.“
Ausblick auf die kommenden Spiele
Trotz der Enttäuschung über das Remis gegen Heidenheim blickt Nico Elvedi bereits nach vorne: „Unser Fokus geht jetzt erst einmal auf die nächsten Spiele, dass wir da wirklich Vollgas geben, dass wir da Punkte einfahren, um so schnell wie möglich da oben herauszukommen.“
Die Gladbacher Mannschaft muss nun in den verbleibenden Spielen der Saison zeigen, dass sie aus den Fehlern des Heidenheim-Spiels lernen kann. Mit Elvedi als erfahrenem Führungsspieler und Kapitän in wichtigen Spielphasen verfügt Borussia Mönchengladbach über einen stabilen Rückhalt in der Defensive, der auch in schwierigen Momenten Ruhe und Erfahrung in die Mannschaft bringen kann.
Die historische Leistung von Nico Elvedi, der nun mehr Spiele für Gladbach absolviert hat als die Vereinslegende Günter Netzer, unterstreicht die Bedeutung des Schweizers für den Verein. Seit seinem Wechsel zur Borussia im Jahr 2015 hat sich Elvedi zu einer festen Größe im Gladbacher Kader entwickelt und gehört mittlerweile zu den erfahrensten Spielern der Mannschaft.



