Kölns Druck-Ansage nach Frankfurt-Remis: Kaminski fordert sechs Punkte
Durchatmen beim 1. FC Köln, aber nur kurz: Nach einem spektakulären 2:2-Auswärtsremis bei Eintracht Frankfurt, bei dem die Kölner einen 0:2-Rückstand aufholten, bleibt der Druck im Abstiegskampf der Bundesliga gewaltig. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1:2 durch Jakub Kaminski (23) gab der Mannschaft neuen Mut, doch der polnische Offensivspieler weiß, dass jetzt die entscheidenden Spiele anstehen.
Die brisante Tabellenlage des FC Köln
Der wichtige Punkt in Frankfurt bringt den FC Köln zwar vorübergehend etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt, doch die Situation bleibt äußerst angespannt. Auf den Relegationsplatz (FC St. Pauli) hat Köln nun zwei Punkte Vorsprung, auf den direkten Abstiegsplatz 17 (VfL Wolfsburg) sind es sechs Punkte. Zudem verfügt der 1. FC Köln über das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber seinen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller.
Doch die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit acht Spielen ist der FC sieglos, aus den letzten 19 Bundesligapartien konnten nur zwei Siege eingefahren werden. Auch das Debüt von Interims-Trainer René Wagner (37) änderte an dieser Negativserie zunächst nichts, obwohl die Mannschaft in Frankfurt beeindruckenden Kampfgeist zeigte.
Kaminskis klare Forderung: Sechs Punkte müssen her
Jakub Kaminski, der mit seinem Treffer in Frankfurt den Grundstein für die Aufholjagd legte, formuliert nach dem Spiel eine klare Forderung: „Wir haben einen Punkt geholt. Aber jetzt kommen die großen Spiele für uns. Wir müssen alles dafür tun, um in den nächsten beiden Spielen sechs Punkte zu holen!“
Der 23-Jährige betont die Dringlichkeit der Situation: „Wir haben noch sechs Spiele, sechs Finals. Wir müssen alle kämpfen, um in der Liga zu bleiben. Der 1. FC Köln darf nicht in der 2. Bundesliga spielen.“ Die kommenden Aufgaben haben es tatsächlich in sich: Am Sonntag (15.30 Uhr) empfängt Köln den SV Werder Bremen, am 17. April (20.30 Uhr) folgt das direkte Duell beim Relegationsplatzinhaber FC St. Pauli.
Beeindruckende Moral als Hoffnungsträger
Was Mut macht, ist die gezeigte Moral der Kölner Mannschaft in Frankfurt. Trotz des 0:2-Rückstands und nur noch 25 verbleibenden Spielminuten kämpfte sich das Team zurück ins Spiel und hätte am Ende sogar gewinnen können. „Wir haben bis zum Ende gekämpft“, analysiert Kaminski die Leistung.
Auch Kapitän Marvin Schwäbe (30) zeigt sich beeindruckt von der Aufholjagd: „Es spricht für den Charakter der Mannschaft. Egal, ob wir 0:1 oder 0:2 hintenliegen, wir glauben weiter an uns und spielen nach vorne, sind mutig.“ Diese Einstellung könnte in den kommenden entscheidenden Wochen zum entscheidenden Faktor werden.
Wagners erstes Spiel als „Achterbahnfahrt“
Für Interimstrainer René Wagner war sein erstes Spiel an der Köln-Bande eine emotionale Erfahrung: „Eine Achterbahnfahrt“, beschreibt der 37-Jährige das Spiel. „Dass die Mannschaft zurückgekommen ist – Riesenkompliment! Ich bin stolz, dass wir bei so einem schweren Auswärtsspiel noch zwei Tore machen. Den Punkt nehmen wir gerne mit.“
Doch Wagner weiß ebenso wie seine Spieler, dass Punkte allein nicht reichen werden. Um den Abstieg endgültig abzuwenden, müssen in den verbleibenden sechs Spielen dringend Siege her. Die kommenden beiden Partien gegen Bremen und St. Pauli werden dabei richtungsweisend sein für das Schicksal des traditionsreichen Vereins in dieser Bundesliga-Saison.



