Washington. Donald Trump wirkt erschöpft und gerät politisch ins Trudeln. Experten und Umfragen stellen nun offen seine Amtsfähigkeit infrage. Der 80-jährige Präsident, einer der ältesten Staatsführer der Welt, sieht sich mit wachsender Kritik konfrontiert.
Trumps Gesundheitszustand im Fokus
Über Jahre hinweg verspottete Donald Trump seinen Vorgänger Joe Biden als Tattergreis und stellte dessen Amtsfähigkeit infrage. Nun ist Trump selbst 80 Jahre alt geworden – der älteste Mann, der je in den USA vereidigt wurde. Sein runder Geburtstag fällt in eine Phase, in der Gerichtsurteile, vernichtende Umfragen und politische Misserfolge den Mythos vom unkaputtbaren Präsidenten ramponiert haben. Der Ruf nach seinem Abtritt wird lauter.
Mediziner zweifeln an Fitness
Trump wird nun an dem Maßstab gemessen, den er gegen Biden anlegte: Schritt, Blick, Satzbau, Aussetzer, Müdigkeit. Das Weiße Haus erklärt ihn für „exzellent“ gesund, doch die Skepsis wächst. Der klinische Psychologe John Gartner spricht von „abschweifendem Sprechen als diagnostischem Kriterium für Demenz“ und prognostiziert eine „dramatische neurologische Verschlechterung“. Kardiologe Jonathan Reiner weist auf schwere Tagesschläfrigkeit hin. Eine Erklärung von 36 Fachleuten sieht einen „sich rapide verschlimmernden, realitätsentkoppelten Abbau“.
Politische Misserfolge häufen sich
Trump verliert politisch an Aura. Ein Anti-Weaponization-Fonds kollabierte, Gerichte bremsten seine Zollpolitik, die Wirtschaftswerte sind schwach, der Iran-Krieg dauert an. In der republikanischen Partei wächst die Furcht vor Mehrheitsverlusten bei den Wahlen im November.
Wirtschaftliche Versprechen bröckeln
Eine Yougov/Economist-Umfrage zeigt, dass 63 Prozent Trumps Wirtschaftskurs missbilligen. Aus dem „Businessman“ wird das, was Amerikaner „Snake Oil Salesman“ nennen – ein Scharlatan mit leeren Versprechungen.
Amtsenthebungsforderungen im Mainstream
Senator Ed Markey fordert ein Amtsenthebungsverfahren oder die Anwendung des 25. Verfassungszusatzes. Umfragen zeigen wachsende Zustimmung: 55 Prozent befürworten ein Impeachment, darunter 21 Prozent von Trumps eigenen Wählern. Die Debatte ist im Mainstream angekommen.



