Rostock. Im letzten Heimspiel der Saison kamen die Drittliga-Handballer von Empor Rostock gegen den Oranienburger HC über ein 28:28 nicht hinaus. Vor 550 Zuschauern in der Fiete-Reder-Halle verpasste der scheidende Cheftrainer Michael Jacobsen den Sieg zum Abschied.
Verabschiedung von Jacobsen und Pratschner
Nicht nur Trainer Michael Jacobsen, sondern auch der nach Wien zurückkehrende Julian Pratschner wurden durch den Vereinsvorsitzenden Tobias Woitendorf verabschiedet. Beide hatten sich mit einem Sieg von den Fans verabschieden wollen, doch der Oranienburger HC hatte etwas dagegen.
„Auswärtspunkt, Auswärtspunkt“, skandierten die Brandenburger nach dem 28:28 (14:12). Jacobsen brachte es auf den Punkt: „Ein verdienter Zähler für die Gäste. Sie haben ihn sich wahrlich erkämpft, hatten auch die entsprechende Taktik parat. Wir konnten unsere zweite Welle nicht so richtig durchbringen.“
Gästetrainer Eklic zufrieden
„Genau das war unser Ziel. Wir wollten das Tempo rausnehmen, standen hinten gut“, freute sich Gäste-Trainer Damir Eklic. OHC-Torwart Paul Porath, dessen Zwillingsbruder Julias mit Muskelfaserriss nur auf der Bank saß, war einst selbst in Diensten des HC Empor. Er meinte: „Der Punkt war richtig Gold wert. Durch die Niederlage von Neustadt/Grömitz haben wir den Klassenerhalt schon vor dem letzten Spieltag infolge des direkten Vergleiches sicher.“
Frühe Führung und Rote Karte
Die Hansestädter lagen nach fünf Minuten mit 4:1 in Führung. Eine direkte rote Karte für Elias Gansau nach Foul an einem Oranienburger brachte die Hausherren aus dem Konzept. „Die Spieler machten zu viele technische Fehler“, sagte Jacobsen. Allein elf waren es vor der Pause. Unter dem Strich eine magere Angriffseffektivität von 38 Prozent.
Gast kämpft sich zurück
Der durch seine Kämpferqualitäten überzeugende Gast konnte mit 12:11 erstmals die Führung übernehmen (23.). OHC-Kreisläufer Kevin Lux – ebenfalls früher im blau-gelben Dress der Einheimischen – sagte: „Wir spielten die Angriffe lange aus, lullerten Rostock ein. Mit Moral haben wir uns nach dem Sprung von unserer 20:17-Führung auf Empors 21:20 wieder zurückgekämpft.“
Spannende Schlussphase
Nach dem 24:24 (51.) brachten selbst zwei Zeitstrafen die Gäste nicht aus dem Konzept. Sie hielten noch in der 58. Minute das 27:27 und antworteten auf das Rostocker 28:27 durch Tim Uhl drei Sekunden vor dem Abpfiff mit dem verdienten Ausgleich. „Uns sollte man niemals abschreiben“, frohlockte Kevin Lux.
Aufstellung von Empor Rostock
HC Empor: Malchow (1), Wetzel – Costa Dias (1/1), Schütze (1), Siegler (1), Gansau (1), Uhl (12/6), D. Mehler, Lößner (4), Pratschner (4), Pechstein (3), Hauenstein, Steinberg, Horlitz, M. Scheminski



