Tuchels Experiment misslingt: England nur 1:1 gegen Uruguay im WM-Test
Der deutsche Teammanager Thomas Tuchel hat mit der englischen Fußball-Nationalmannschaft den Auftakt ins WM-Jahr 2026 verpatzt. Der Titelanwärter kam in einem ersten Härtetest nur zu einem enttäuschenden 1:1 (0:0) gegen Uruguay und präsentierte sich über weite Strecken des Spiels erstaunlich harmlos.
Stars fehlen, Experimente scheitern
Torjäger und Kapitän Harry Kane stand gar nicht erst im Kader, ebenso fehlten weitere Schlüsselspieler wie Jude Bellingham. Tuchel hatte für die Länderspiele ein extra großes Aufgebot mit insgesamt 35 Spielern nominiert und nutzte das Duell mit dem WM-Teilnehmer Uruguay bewusst für taktische Experimente.
Im Mittelfeld debütierte James Garner vom FC Everton, während James Trafford von Manchester City erstmals im Tor der Three Lions stand. Diese neuen Konstellationen funktionierten jedoch nicht wie erhofft.
Spätes Tor und bitterer Ausgleich
Chancen erspielte sich England in der ungewohnten Aufstellung kaum. Erst in der 82. Minute gelang Ben White das Führungstor für den Favoriten. Doch die Freude währte nur kurz: In der Nachspielzeit verwandelte Federico Valverde einen Foulelfmeter zum 1:1-Endstand (90.+4).
Besonders bitter für Tuchel: Die gesamte WM-Qualifikation hatte England zuvor ohne einen einzigen Gegentreffer überstanden. Diese makellose Defensivbilanz ist nun Geschichte.
Verletzungssorgen überschatten Testspiel
Einen weiteren Schreckmoment musste Tuchel bereits in der ersten Halbzeit überstehen: Noni Madueke vom FC Arsenal musste verletzt vom Platz getragen werden (38. Minute). Später wurde auch Phil Foden ausgewechselt (56. Minute), der nach einem Foul von Uruguays Ronald Araújo sichtlich angeschlagen wirkte.
Diese Personalsorgen kommen zur ungünstigen Zeit, denn mit dem 1:1 gegen Uruguay hat Englands WM-Vorbereitung alles andere als ideal begonnen. Tuchel wird in den kommenden Monaten viel Arbeit vor sich haben, um den Mitfavoriten auf Kurs zu bringen.



