Vertragsende naht: Rot-Weiß Erfurt kämpft um seinen Torjäger Obed Ugondu
Erfurt kämpft um Torjäger Ugondu vor Vertragsende

Vertragsende naht: Rot-Weiß Erfurt kämpft um seinen Torjäger Obed Ugondu

Er jubelt wieder: Obed Ugondu (23) hat beim 4:0-Sieg des FC Rot-Weiß Erfurt beim Chemnitzer FC am vergangenen Sonntag seine persönliche Durststrecke beendet. Nach fast vier Monaten ohne Torerfolg traf der Stürmer endlich wieder und brachte damit nicht nur die Fans, sondern auch sich selbst zum Strahlen. „Jetzt bin ich wieder glücklich“, sagte Ugondu nach dem Spiel mit einem erleichterten Lachen.

Eine schwierige Phase für den Torjäger

Die vergangenen Monate waren für den talentierten Angreifer eine echte Herausforderung. „Das war keine einfache Zeit für mich, ich musste meinen Kopf oben behalten, weiter trainieren, weiter an mich glauben“, erzählte Ugondu. Trainer Fabian Gerber (46) stand seinem Schützling in dieser schwierigen Phase stets zur Seite und fungierte dabei auch als Psychologe. „Das sind Phasen, in denen man auch als Psychologe gefragt ist“, erklärte Gerber. „Das Tor in Chemnitz war für ihn wie eine Erlösung, das hat man gemerkt“, fügte der Coach an.

Wechselgerüchte und Vertragsverhandlungen

Möglicherweise haben auch die zahlreichen Wechselgerüchte im Winter zur Torschützenkrise beigetragen. Bereits im Spätherbst gab es konkrete Anfragen aus der Zweiten und Dritten Liga für den mittlerweile elffachen Torschützen. Ein Transfer kam jedoch nicht zustande, was wohl auch daran lag, dass andere Vereine wissen, dass Ugondus Vertrag im Sommer ausläuft und er dann ablösefrei zu haben wäre.

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Trainer Fabian Gerber kämpft dennoch um seinen Goalgetter: „Wir wollen ihn halten, sind in Gesprächen“, betonte der RWE-Coach. Die Verhandlungen führt RWE-Boss Franz Gerber persönlich, der eine klare Einschätzung der Situation hat: „Der Berater hat uns signalisiert, dass man Obed in der Dritten Liga sieht“.

Ugondus Zukunft ungewiss

Der Stürmer selbst hält sich bei Fragen zu seiner Zukunft bedeckt. Auf Nachfrage erklärte Ugondu: „Wo ich nächste Saison spiele, weiß ich noch nicht. Jetzt gilt meine Konzentration dem RWE“. Ein klares Bekenntnis an den Verein sieht anders aus, wie auch die Verantwortlichen wissen.

Doch Rot-Weiß Erfurt gibt die Hoffnung noch nicht auf. Ein wichtiges Argument ist die besondere Beziehung zwischen Spieler und Trainer: Es war Fabian Gerber, der Ugondu einst in der Sechsten Liga bei Rielasingen entdeckte und ihn zu einem Top-Torjäger in der Regionalliga Nordost formte. Zudem winkt in der nächsten Spielzeit der direkte Aufstieg in die 3. Liga, was für den ambitionierten Stürmer durchaus reizvoll sein könnte.

Hinzu kommt, dass sich Ugondu im RWE-Team sichtlich wohl fühlt und eine starke Bindung zu seinen Mitspielern entwickelt hat. All dies sind Argumente, die den FC Rot-Weiß Erfurt weiter hoffen lassen, ihren Torjäger auch über das Sommerende hinaus im Dress der Thüringer zu sehen.

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