Euro-Held hospitiert bei 96-Boss: Schmadtke plötzlich Chef-Ausbilder
Bei Hannover 96 übernimmt Geschäftsführer Jörg Schmadtke nun auch eine ungewöhnliche Rolle: Er wird zum Ausbilder für den ehemaligen polnischen Nationalspieler Artur Sobiech. Der 35-jährige Ex-Profi, der von 2011 bis 2017 selbst für die Niedersachsen aktiv war, absolviert derzeit eine einwöchige Hospitation in der Geschäftsstelle des Zweitligisten.
Vom Torjäger zum Manager-Anwärter
Artur Sobiech, der in seiner aktiven Zeit 28 Tore in 145 Pflichtspielen für Hannover 96 erzielte und sogar 16 Einsätze in der Europa League vorweisen kann, hat sich bewusst gegen eine Trainerlaufbahn entschieden. Stattdessen strebt der ehemalige Top-Angreifer nun eine Karriere als Manager oder Sportdirektor an. „Ich hospitiere derzeit bei Jörg Schmadtke. Es macht mir großen Spaß und ist sehr interessant. Von Jörg kann man natürlich sehr viel lernen“, erklärt Sobiech seine Motivation.
Der sympathische Pole betont seine Dankbarkeit für diese besondere Gelegenheit: „Natürlich bin ich Jörg schon jetzt sehr dankbar, hier sein zu dürfen. Da ich mich für eine Karriere als Manager oder Sportdirektor entschieden habe, werden mir diese Erfahrungen für meinen weiteren Weg sicher helfen.“
Derby-Experte mit Insiderwissen
Während seiner Hospitation verfolgte Sobiech bereits das Auswärtsspiel bei Schalke 04, das 2:2 endete, und besuchte eine öffentliche Trainingseinheit der Profis. Besonders gespannt blickt er auf das anstehende Niedersachsen-Derby gegen Eintracht Braunschweig am Freitagabend, das er live in der Arena verfolgen wird. „Ich freue mich immer, hier zu sein, und werde natürlich Hannover beim Derby die Daumen drücken“, versichert der ehemalige Stürmer.
Interessanterweise bringt Sobiech besondere Derby-Expertise mit: Während seiner aktiven Zeit bei Hannover 96 bestritt er drei Duelle gegen Eintracht Braunschweig und blieb dabei ungeschlagen (ein Sieg, zwei Unentschieden). Auf die Frage, ob Cheftrainer Christian Titz sich bei ihm Tipps holen sollte, antwortet Sobiech mit einem Lächeln: „Christian Titz kann sich gerne Tipps von mir einholen. Aber ich glaube, dass er die gar nicht braucht.“
Praktische Einblicke in die Vereinsführung
Die einwöchige Hospitation bietet Sobiech tiefe Einblicke in die tägliche Arbeit eines Fußballmanagers. Er beobachtet Schmadtke bei:
- Verhandlungen mit Spielerberatern
- Transfergesprächen
- Organisatorischen Entscheidungen
- Strategischen Planungen
Diese praktischen Erfahrungen sind für den 35-Jährigen wertvoller als jede theoretische Ausbildung. Jörg Schmadtke, der seit Jahren als erfahrener Manager im deutschen Fußballgeschäft agiert, teilt sein Wissen bereitwillig mit dem ehemaligen Profi.
Die ungewöhnliche Konstellation zeigt, wie sich ehemalige Spieler nach ihrer aktiven Karriere neue Perspektiven im Fußballgeschäft eröffnen können. Während viele Ex-Profis den Weg ins Trainerfach wählen, entscheidet sich Sobiech bewusst für die Management-Schiene – und findet in Hannover 96 und Jörg Schmadtke ideale Voraussetzungen für diesen Karriereschritt.



