Ex-WWE-Star Ted DiBiase Jr. vor Gericht freigesprochen - Millionen-Skandal in Mississippi
Ex-WWE-Star DiBiase Jr. von allen Vorwürfen freigesprochen

Ex-WWE-Star entgeht lebenslanger Haft nach dramatischem Prozess

In einem aufsehenerregenden Gerichtsverfahren im US-Bundesstaat Mississippi ist der frühere WWE-Star Ted DiBiase Jr. von allen schweren Vorwürfen einer kriminellen Millionen-Verschwörung freigesprochen worden. Der 43-jährige Sohn des legendären „Million Dollar Man“ Ted DiBiase Sr. hatte bis zu 160 Jahre Haft gedroht, nachdem ihm vorgeworfen wurde, sich an staatlichen Geldern für Bedürftige bereichert zu haben.

Emotionaler Moment im Gerichtssaal

Unter Tränen nahm DiBiase Jr. am vergangenen Freitag das Geschworenen-Urteil zu seinen Gunsten im Bundesgericht von Jackson zur Kenntnis. „Sieben Jahre lang verleumdet und völlig falsch porträtiert zu werden hat meine Familie fast zerrissen. Aber wir sind stark“, erklärte der ehemalige Showkämpfer in einem emotionalen Statement gegenüber den anwesenden Medienvertretern. Während der Freispruch für die Familie eine Erleichterung darstellte, zeigte sich der zuständige Chefermittler Shad White deutlich „enttäuscht“ von der Entscheidung der Jury.

Die massiven Vorwürfe im Detail

Die Anklage hatte DiBiase Jr. beschuldigt, Teil eines weitreichenden Netzwerks gewesen zu sein, das staatliche Gelder für Armutshilfe in Mississippi zweckentfremdet haben soll. Zu den konkreten Anklagepunkten gehörten:

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  • Sechs Fälle von Überweisungsbetrug
  • Beteiligung an einer betrügerischen Verschwörung
  • Vier Fälle von Geldwäsche
  • Zwei Fälle von Diebstahl staatlicher Gelder

Dem Ex-WWE-Star wurde vorgeworfen, hinter einer Scheinexistenz als Wohltäter Millionen Dollar für private Zwecke abgezweigt zu haben – darunter der Kauf eines Bootes, eines Hauses, eines Autos und weitere Privatausgaben. Seine Firmen Familiae Orientem LLC und Priceless Ventures LLC sollen Scheinverträge mit dem ehemaligen Geschäftsführer des Sozialministeriums, John Davis, abgeschlossen haben, der als zentrale Figur des Skandals gilt.

Familie tief in den Skandal verwickelt

Der Mississippi-Skandal zog nicht nur DiBiase Jr. in Mitleidenschaft, sondern auch weitere Familienmitglieder. Sein Bruder Brett DiBiase, der eine Führungsposition im Sozialministerium innehatte, hat sich bereits schuldig bekannt, betrügerische Angaben gemacht zu haben. Auch der berühmte Vater Ted DiBiase Sr. war in die Ermittlungen verwickelt, wobei ein Teil der abgezweigten Gelder sogar in dessen Kirchengemeinde geflossen sein soll.

Der legendäre Wrestler hatte die Vorwürfe gegen seine Familie schon vor Prozessende als unbegründet zurückgewiesen und sah sie als Opfer übereifriger Ermittler: „Wenn ich keinen berühmten Namen hätte, hätten sie sich nicht mit mir beschäftigt“, erklärte er in einem Interview.

Verteidigungsstrategie führt zum Erfolg

Dass DiBiase Jr. die Jury von seiner Unschuld überzeugen konnte, ist maßgeblich seinem Verteidiger Scott Gilbert zu verdanken. Dieser stellte seinen Mandanten als argloses Opfer des Hauptschuldigen John Davis dar, der alle Beteiligten manipuliert habe. „Die Beweislage zeigt, dass John Davis der Boss war und jeder ihm gefolgt ist“, argumentierte Gilbert während des Prozesses. „Teddy war nicht böse. Er war kein Bully. Er war freundlich und professionell.“

Die Verteidigung betonte, dass DiBiase Jr. sehr wohl versucht habe, die ihm übertragenen Aufgaben zu erfüllen, und dass er kein bewusster Teil der betrügerischen Machenschaften gewesen sei. Diese Darstellung überzeugte schließlich die Geschworenen, die nach wochenlangen Verhandlungen den Freispruch für den ehemaligen WWE-Star aussprachen.

Breite Auswirkungen des Skandals

Der Mississippi-Skandal hat weit über die Familie DiBiase hinaus gewirkt und sogar NFL-Legende Brett Favre in Verruf gebracht. Die Untersuchungen zu den zweckentfremdeten Sozialhilfegeldern in Höhe von mehreren Millionen Dollar beschäftigen die Justizbehörden seit Jahren und haben zahlreiche Prominente sowie Geschäftsleute in die Ermittlungen einbezogen.

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Für Ted DiBiase Jr. bedeutet der Freispruch nicht nur die Abwendung einer lebenslangen Haftstrafe, sondern auch die Chance auf einen Neuanfang nach Jahren der öffentlichen Anschuldigungen. Der ehemalige Weggefährte von WrestleMania-Headlinern wie Cody Rhodes und Randy Orton kann nun versuchen, sein Leben außerhalb des Rampenlichts der Gerichtsberichterstattung fortzusetzen.