FC Bayern News: Aytekin-Abschied, Eberl-Zukunft & Olise-Ehrung
FC Bayern News: Aytekin, Eberl, Olise

Der FC Bayern München bleibt auch abseits des Platzes in den Schlagzeilen. Vom Abschied eines Schiedsrichter-Urgesteins über personelle Entscheidungen im Verein bis hin zu individuellen Auszeichnungen – wir fassen die wichtigsten News zusammen.

Aytekin-Abschied: Letztes Spiel gegen Bayern

Schiedsrichter Deniz Aytekin wird am Samstag sein letztes Bundesliga-Spiel pfeifen. Laut Sport Bild leitet der 47-Jährige die Partie des FC Bayern gegen den 1. FC Köln. Es ist sein 254. Einsatz in der Bundesliga, hinzu kommen 114 Spiele in der 2. Liga, 33 im DFB-Pokal sowie diverse internationale Begegnungen. Aytekin hatte zuletzt im stern über die Schattenseiten des Schiedsrichter-Daseins gesprochen: „Immer wieder dieser Hass, will ich das ertragen? … Kein Sport der Welt ist es wert, dass man sich in Gefahr bringt.“

Eberl unter Druck: Aufsichtsrat tagt ohne Entscheidung

Die Aufsichtsratssitzung des FC Bayern am Montag endete ohne Personalentscheidungen. Über die Zukunft von CEO Jan-Christian Dreesen, Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund (Verträge bis Sommer 2027) wurde laut SPORT1-Informationen nicht gesprochen, da Vertragsverlängerungen statutenmäßig erst ein Jahr vor Ablauf entschieden werden dürfen. Im Sommer soll konkreter über die Personalien beraten werden, zudem ging es um die grundsätzliche Vereinsausrichtung sowie die Kaderplanung und mögliche Transfers – ohne konkrete Ergebnisse. Neu im Aufsichtsrat ist Alexander Sixt als „geborenes Mitglied“ und Vorsitzender des Verwaltungsbeirats.

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DFB-Boss verteidigt Nagelsmann gegen Hoeneß-Kritik

DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hat Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen die Kritik von Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, in Schutz genommen und die Angriffe als „unnötig“ bezeichnet. Rettig sagte, niemand beim DFB habe Hoeneß gebeten, Nagelsmann ein „Zwischenzeugnis“ auszustellen, und widersprach dem Vorwurf, der Bundestrainer habe „beleidigt“ reagiert. Als Argument führte er das Verletzungspech der Nationalmannschaft an: In den jüngsten sechs Länderspielen hätten stets mindestens acht, teils bis zu zehn Spieler gefehlt. Zudem erinnerte Rettig daran, dass Bayern einst 25 Millionen Euro Ablöse für Nagelsmann zahlte und ihn nach der Entlassung gerne zurückgeholt hätte.

Bayern blickt nach England: Peretz-Kaufoption

Für den FC Bayern ist das Championship-Playoff-Halbfinal-Rückspiel zwischen Southampton und Middlesbrough am Dienstag wichtig, weil Leihkeeper Daniel Peretz bei den Saints im Kader steht. Steigt Southampton in die Premier League auf, greift eine vereinbarte Kaufpflicht für Peretz (rund acht Millionen Euro), bei einem Ausscheiden wäre sie hinfällig und es bliebe nur eine Kaufoption in gleicher Höhe. Peretz überzeugte bislang in England mit sieben Zu-null-Spielen in 20 Ligapartien und sagte zuletzt: „Es ist ein perfect match für uns beide.“ In München gilt der 25-Jährige dennoch als Verkaufskandidat, zumal neben Manuel Neuer und Jonas Urbig im Sommer auch Alexander Nübel vorerst aus Stuttgart zurückkehrt.

Olise als bester französischer Fußballer im Ausland geehrt

Michael Olise vom FC Bayern ist in Paris von der französischen Spielergewerkschaft UNFP zum „besten französischen Fußballer im Ausland“ gewählt worden und setzte sich dabei unter anderem gegen Kylian Mbappé und Hugo Ekitiké durch. In der Bundesliga kommt der Offensivspieler in dieser Saison auf 15 Tore und 22 Assists und hatte damit Anteil am vorzeitigen Gewinn der deutschen Meisterschaft. „Mein Ziel in dieser Saison war es, mit Frankreich und mit dem FC Bayern alles zu gewinnen“, sagte Olise. Für die Münchner stehen nun noch das Bundesligafinale gegen den 1. FC Köln sowie das DFB-Pokalendspiel gegen den VfB Stuttgart an.

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Basler sieht Urbig als WM-Kandidaten

SPORT1-Experte Mario Basler bringt Bayern-Torwart Jonas Urbig als Kandidaten für die WM 2026 ins Gespräch. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Ende März zwar Oliver Baumann zur DFB-Nummer eins und Alexander Nübel zur Nummer zwei erklärt, Basler sieht aber Urbig „aktuell“ vorn und lobt dessen Form, Ruhe und mentale Stärke. Urbig war im Winter vom 1. FC Köln nach München gewechselt, kommt bislang auf 30 Bayern-Einsätze (37 Gegentore, zehnmal zu null) und war im März erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert, musste wegen einer Verletzung aber abreisen. Basler fordert eine klare Torwart-Entscheidung und plädiert dafür, den nächsten Schritt mit Urbig auch im DFB-Team zu gehen.

Beckenbauers kurioser Abgang als Trainer

Der Text zeichnet Franz Beckenbauers ungewöhnliche Trainerlaufbahn nach: Ohne Trainerschein übernahm er die Bayern im Januar 1994 nach Ribbecks Krise und führte das Team vom 4. Platz zur Deutschen Meisterschaft. Nach Rehhagels Aus im April 1996 sprang Beckenbauer erneut ein, gewann mit dem FCB den UEFA-Pokal gegen Girondins Bordeaux (2:0/3:1), verpasste aber in der Liga nach mehreren Niederlagen die Meisterschaft. Kurios endete sein letztes Trainer-Spiel gegen Fortuna Düsseldorf (2:2), das er an Assistent Klaus Augenthaler übergab, der einen Wechselfehler verursachte – ohne Folgen, weil Düsseldorf nicht protestierte.

Bayern gieren nach Pokal: Finale gegen Stuttgart

Der FC Bayern München geht hochmotiviert in sein erstes DFB-Pokalfinale seit sechs Jahren und trifft am 23. Mai im Berliner Olympiastadion auf Titelverteidiger VfB Stuttgart. Beim „Cup Handover“ im Roten Rathaus betonte Sportdirektor Christoph Freund: „Wir sind in Berlin dabei und wollen das Ding auch mit nach Hause nehmen“, warnte aber zugleich vor dem „richtig guten Fußball“ des VfB. Stuttgart sieht sich als Außenseiter, Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und Kapitän Atakan Karazor kündigten an, die Bayern „ärgern“ zu wollen. In dieser Saison gewann Bayern den Supercup sowie beide Bundesliga-Duelle gegen Stuttgart.

Jablonski pfeift Pokalfinale

Schiedsrichter Sven Jablonski leitet das DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und Titelverteidiger VfB Stuttgart. Das gab der DFB am Montag beim „Cup Handover“ im Roten Rathaus in Berlin bekannt. Das Endspiel steigt am 23. Mai um 20.00 Uhr im Berliner Olympiastadion. Für den seit 2022 als FIFA-Referee geführten Jablonski ist es die Final-Premiere: „Das ist ein absolutes Highlight und eine große Verantwortung“, sagte der 36-Jährige.

Eberl muss um seinen Job kämpfen

Beim FC Bayern steht am Montag eine Aufsichtsratssitzung in der Allianz Arena an, in der die Arbeit des Vorstands bewertet wird. Während Vertragsverlängerungen mit CEO Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund (beide bis 2027 gebunden) intern als Formsache gelten, wird Sportvorstand Max Eberl im Gremium weiter kritisch beäugt. Ihm werden unter anderem zu teure Abschlüsse, zu wenig Härte in Verhandlungen und eine nicht optimale, teils „chaotische“ Kaderplanung vorgeworfen; über seine Zukunft darf laut Statuten erst ein Jahr vor Vertragsende gesprochen werden. Als Pluspunkte werden Eberl klubintern vor allem die Verpflichtungen von Trainer Vincent Kompany und Michael Olise zugeschrieben.

Jackson? Überraschende Matthäus-Worte

Laut Lothar Matthäus würde Trainer Vincent Kompany Stürmer Nicolas Jackson gerne länger in München halten, hält einen Verbleib aktuell aber für zu teuer. Jackson kam im Sommer als Backup für Harry Kane und steht bei zehn Toren sowie vier Vorlagen in 33 Pflichtspielen. Eine ursprünglich vereinbarte Kaufpflicht (rund 65 Mio. Euro bei 40 Startelfeinsätzen) greift wohl nicht – Chelsea soll laut „The Athletic“ dennoch etwa 70 Mio. Euro Ablöse verlangen.

Unfair? Effenberg lächelt müde

Stefan Effenberg hat nach dem Elfmeter-Aufreger beim Bayern-Sieg gegen den VfL Wolfsburg leise Kritik am Rekordmeister geübt. Nachdem Wolfsburgs Jeanuel Belocian den Elfmeterpunkt vor Harry Kanes Strafstoß bearbeitet hatte und Kane anschließend verschoss, monierte Effenberg im SPORT1 Doppelpass, die Bayern hätten den Punkt besser schützen bzw. kontrollieren müssen. In eine ähnliche Richtung argumentierte auch Trainer Vincent Kompany, der Verständnis für Belocians Aktion zeigte, während Bayern-Profi Tom Bischof fehlendes Fairplay bemängelte. Effenberg und Doppelpass-Gast Friedhelm Funkel wollten die Szene insgesamt nicht überbewerten, Funkel nannte das Verhalten „clever“ mit „Hang zur Unsportlichkeit“.

Funkel gibt Kahn im Doppelpass Kontra

Friedhelm Funkel hat im SPORT1 „Doppelpass“ die Saisonleistung des FC Bayern gelobt und trotz des verpassten Triples keinen Anlass für große Kritik gesehen. Der 72-Jährige widersprach damit Ex-Keeper Oliver Kahn, der nach dem Champions-League-Aus gegen PSG vor dem riskanten System von Trainer Vincent Kompany gewarnt hatte: „Nee, er hat kein Recht.“ Funkel forderte, Bayern solle seinem offensiven Stil treu bleiben, und hob neben Mannschaft und Trainer auch die Kaderplaner Max Eberl und Christoph Freund hervor. Nach Meisterschaft und Pokal-Finale war für die Münchner das Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain sowie zuletzt eine Häufung von Gegentoren diskutiert worden.

Warum Goretzka in der Kabine blieb

Leon Goretzka ist beim 1:0-Auswärtssieg des FC Bayern in Wolfsburg zur Halbzeit ausgewechselt worden, nachdem ihm in der Kabine schwindlig geworden war. Sportdirektor Christoph Freund erklärte, der 31-Jährige habe zuvor einen Freistoß von Wolfsburgs Konstantinos Koulierakis (26.) „brutal auf dem Kopf“ bekommen und sei zunächst weiter einsatzfähig gewesen. Trainer Vincent Kompany gab mit Blick auf die anstehenden Spiele gegen den 1. FC Köln und im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart Entwarnung und sprach von einer Vorsichtsmaßnahme.

Kompany warnt Davies

Vincent Kompany hat nach dem 1:0-Sieg des FC Bayern beim VfL Wolfsburg über den verletzungsbedingten Ausfall von Alphonso Davies gesprochen und sich körperlich zuversichtlich gezeigt. Der Kanadier fällt wegen einer Muskelverletzung im hinteren linken Oberschenkel „mehrere Wochen“ aus, nachdem er zuvor bereits lange mit einem Kreuzbandriss gefehlt hatte. Kompany betonte die mentale Herausforderung wiederkehrender Verletzungen und gab Davies mit: „Man darf keine Angst haben. Angst ist der größte Feind.“ Zudem erklärte der Bayern-Coach, dass Leon Goretzka und Minjae Kim zur Halbzeit auf Anraten der medizinischen Abteilung ausgewechselt wurden, ohne Details zum Zustand zu nennen.