FC Köln: Bosse loben Trainer Wagner – Entscheidung steht bevor
FC Köln: Bosse loben Trainer Wagner

Beim 1. FC Köln könnte die Trainerfrage jetzt ganz schnell geklärt sein. Am Rande der Saisonabschlussfeier des Klubs in der Flora äußerten sich die Bosse am Montagabend zur Zukunft von René Wagner (37). Und spätestens nach den Worten sieht tatsächlich alles danach aus, dass der FC seinen Interimstrainer zum Chef-Coach für die neue Saison machen wird!

Präsident Stobbe: Wagner in der Pole-Position

Auf die Frage, ob Wagner bei der Trainer-Entscheidung in der Pole-Position sei, antwortete Präsident Jörn Stobbe (60): „Ja, in der Pole-Position ist er auf jeden Fall. Wir werden das analysieren. Ich habe ihn positiv wahrgenommen, er hat eine Mission erfüllt. Ich habe ihn in einem persönlichen Gespräch kennen gelernt. Er hat mir sehr gefallen.“

Die Trainer-Entscheidung soll sehr zeitnah fallen, da sind sich alle einig. Schließlich soll der Chef-Trainer von Anfang an in die Kaderplanung für die neue Saison eingebunden werden. Auch das wäre bei Wagner denkbar einfach – er kennt die Truppe und weiß, wo es Veränderungen und Verstärkungen braucht.

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„Wagner spielt sich nicht so in den Vordergrund“

Stobbe sagt über seinen Coach: „Das, was ihn am meisten auszeichnet, ist in der Tat, dass er sich nicht so in den Vordergrund spielt, sondern dass man ihm glaubhaft abnimmt, dass es ihm um den 1. FC Köln und den Erfolg der Mannschaft geht. Und in seiner Vita hat er sehr viel Positives aufzuweisen.“

Wagner hatte den FC Mitte März übernommen. Er hat den Klub nach dem Absturz unter Vorgänger Lukas Kwasniok (44) gerettet, seine Bilanz ist allerdings eher dürftig mit 6 Punkten aus 7 Spielen. Zuletzt hatte es mit dem 1:3 gegen Heidenheim und dem 1:5 bei den Bayern zwei bittere Pleiten zum Abschluss gegeben. Die Klub-Bosse scheinen trotzdem überzeugt vom Retter-Trainer.

Finanz-Boss Türoff: „Wagner ist kompetent“

Auch Finanz-Boss Philipp Türoff (49) hält Wagner für den geeigneten Mann, um den FC weiter zu entwickeln. Er sagt: „Das Entscheidende ist erstmal Kompetenz. Und es schadet überhaupt nicht, wenn man die Leute kennt, die man befördert. Und wenn die Leute, die man befördert, auch den FC kennen. Das sind durchaus Argumente für René Wagner, der ja mit seiner Tätigkeit hier nicht seine erste Amtszeit hat, sondern den kannten wir schon vorher.“

Türoff weiter: „Also ich wäre total begeistert davon, wenn ein 1. FC Köln auch in solch einer Frage beim Personal, so ähnlich wie das ja bei Geschäftsführungspositionen jetzt zuletzt auch gelungen ist, so eine Entscheidung trifft. Wir halten ohne Zweifel René Wagner für sehr kompetent, sonst hätten wir ihm das nicht anvertraut.“

Wagner muss Klub-Gremium noch überzeugen

Die Bosse loben Wagner. Zuletzt hatte schon Sport-Chef Thomas Kessler (40) seinen Trainer gestützt. Er hält ihn für ein riesiges Talent. Kessler muss Wagner jetzt allerdings noch im Gemeinsamen Ausschuss (3x Vorstand, 1x Aufsichtsrat, 1x Beirat, 2x Mitgliederrat) durchdrücken. Die Vorstandsstimmen dürfte Wagner dabei schon mal sicher haben. Entscheidend wird auch sein, wie sich Wagner vor dem höchsten Klub-Gremium verkauft. Das ließ Türoff durchblicken: „Jetzt ist es so, dass wir uns mit René mit Priorität zusammensetzen und dann aber nicht mehr über die abgelaufene Saison sprechen, sondern: wo stehen wir heute genau? Was ist Renés Vision? Und was hat er vor? Um dann auf der Basis eine Entscheidung zu treffen, ob wir das mit ihm machen oder ob wir andere Optionen anschauen müssen.“

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