Historischer Triumph für den FC Thun
Der FC Thun hat sich den 1. FC Kaiserslautern zum Vorbild genommen und als Aufsteiger sensationell den Meistertitel in der Schweiz geholt. Die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli sicherte sich erstmals in der 128-jährigen Vereinsgeschichte den wichtigsten Titel im Schweizer Fussball. Dies gelang, weil der FC Sion Schützenhilfe leistete und Thuns ärgsten Konkurrenten St. Gallen mit 3:0 (1:0) besiegte.
Der Weg zum Titel
Thun war 2025 nach fünf Jahren Abwesenheit ins Oberhaus zurückgekehrt. Eine Meisterprämie wurde nicht ausgehandelt. „Wir dachten, es wäre schon unverschämt, ein Ziel unter den ersten Sechs zu definieren“, sagte Präsident Andres Gerber. Die Mannschaft übertraf alle Erwartungen und krönte sich am letzten Spieltag zum Meister.
Vom Abstiegskandidaten zum Meister
Thun war bislang eher für Negativschlagzeilen bekannt. 2007 etwa waren mehrere Spieler in einen Sexskandal verwickelt, 2016 ging der Klub fast in Konkurs. Seither sammelt der von Fans geführte Verein „Härzbluet“ jedes Jahr Spenden – umgerechnet 1,6 Millionen Euro sind es schon. Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, wenn man die schwierige Vergangenheit des Clubs betrachtet.
Vorbild Kaiserslautern
Der 1. FC Kaiserslautern wurde unter Trainer Otto Rehhagel als Bundesliga-Aufsteiger 1998 deutscher Meister. Der FC Thun hat dieses Kunststück nun in der Schweiz wiederholt. Die Fans feierten ausgelassen und machten die Stadt Thun zur Partymeile.
Der FC Thun ist der erste Aufsteiger seit Jahren, der in der Schweiz den Meistertitel holt. Die Sensation ist perfekt und wird in die Geschichtsbücher eingehen.



