Füchse Berlin im DHB-Pokalfinale: Torwart Milosavljev hält 18 Bälle für Gidsels Traum
Füchse Berlin im Pokalfinale: Milosavljev hält 18 Bälle

Füchse Berlin erreichen DHB-Pokalfinale nach spektakulärem Halbfinale

Die Füchse Berlin haben einen historischen Erfolg gefeiert: Der amtierende Deutsche Meister steht zum ersten Mal seit 2014 wieder im Finale des DHB-Pokals. In einem atemberaubenden Halbfinale setzten sich die Hauptstädter mit 39:36 gegen den TBV Lemgo-Lippe durch. Vor 20.000 begeisterten Zuschauern in der Kölner Lanxess-Arena lieferten beide Teams einen Handball-Krimi der Extraklasse.

Milosavljev als Schlüsselspieler mit Monster-Leistung

Der überragende Mann des Abends war eindeutig Füchse-Keeper Dejan Milosavljev. Der 30-jährige Torwart zeigte eine absolute Weltklasse-Leistung und parierte unglaubliche 18 Bälle. Seine Paraden in entscheidenden Spielsituationen waren maßgeblich für den Berliner Erfolg verantwortlich. Bundestrainer Alfred Gislason fasste es treffend zusammen: „Milosavljev war im Tor der überragende Mann. Insofern geht der Sieg für Berlin in Ordnung.“

Gidsels Chance auf ersten Pokalerfolg

Durch diesen Sieg erhält Welthandballer Mathias Gidsel endlich die Gelegenheit, seinen ersten deutschen Pokal zu gewinnen. Der 27-jährige Däne, der während des Spiels mehrmals ausgepfiffen wurde, erzielte acht Tore und zeigte sich nach dem Spiel überglücklich. „Dieser Moment bedeutet mir alles. Nach all den Jahren der Enttäuschungen haben wir es endlich geschafft“, kommentierte Gidsel emotional.

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Spannender Spielverlauf mit dramatischem Finale

Das Spiel begann mit einer hitzigen Atmosphäre, da sich Fans aus Lemgo, Magdeburg und vom BHC gegen Berlin verbündeten. Trotz dieser widrigen Umstände spielten die Füchse flüssig und führten zur Pause mit 20:16. Neben Milosavljev glänzten insbesondere:

  • Lasse Andersson mit 11 Toren
  • Nils Lichtlein mit 6 Treffern

Nach der Pause schien die Fünf-Tore-Führung sicher, doch Lemgo startete eine dramatische Aufholjagd und kam in der 46. Minute bis auf 27:28 heran. Die Entscheidung fiel in der 53. Minute, als Lemgo den Ball an die Latte schoss und Berlin durch Tore von Freihöfer und Gidsel auf 34:31 davonzog. Diesen Vorsprung ließen sich die Berliner nicht mehr nehmen.

Trainer-Reaktionen nach dem emotionalen Duell

Lemgo-Trainer Florian Kehrmann zeigte sich trotz der Niederlage stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben einen unglaublichen Kampf geliefert. Das macht mich unheimlich stolz. Was hier mit unseren Fans abgegangen ist – Wahnsinn!“ Die Füchse Berlin können sich nun auf das Pokalfinale vorbereiten, während für Mathias Gidsel ein lang ersehnter Traum in greifbare Nähe rückt.

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