Feuerwehr löscht Stadionbrand beim hitzigen Belgrader Derby
Beim traditionsreichen Derby zwischen Roter Stern Belgrad und Partizan Belgrad ist es am Samstagabend zu dramatischen Szenen gekommen. Nach einer intensiven Pyro-Show auf den Rängen eskalierte die Situation in der 56. Spielminute, als Anhänger von Partizan im Rajko Mitic Stadium mehrere Sitzschalen in Brand setzten.
Feuerwehr muss eingreifen und Spielunterbrechung
Das Feuer breitete sich schnell aus und begann lichterloh zu brennen, woraufhin die örtliche Feuerwehr alarmiert wurde. Die Einsatzkräfte rückten umgehend an, um den entstandenen Brand zu löschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Aufgrund der gefährlichen Situation entschied Schiedsrichter Pavle Ilic, die Partie für knapp zehn Minuten zu unterbrechen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Die Spielunterbrechung erfolgte unmittelbar nach dem 2:0 durch Ex-Bundesliga-Profi Marko Arnautovic, der mit seinem Treffer die bereits angespannte Atmosphäre zusätzlich anheizte. Trotz der brenzligen Lage konnte die Begegnung nach der Löschung des Feuers regulär zu Ende gespielt werden.
Roter Stern festigt Tabellenführung mit klarem Sieg
Die Mannschaft von Roter Stern Belgrad zeigte sich von den Zwischenfällen unbeeindruckt und setzte ihre dominante Leistung fort. Bereits in der ersten Halbzeit hatte Vasilije Kostov in der Nachspielzeit (45.+5) die Führung erzielt. Nach der Spielunterbrechung gelang Aleksandar Katai in der 77. Minute das dritte Tor zum Endstand von 3:0.
Mit diesem deutlichen Sieg baut der Tabellenführer seinen Vorsprung auf den verfolgenden Erzrivalen Partizan Belgrad auf nun vier Punkte aus. Die Partie unterstrich einmal mehr die immense Rivalität zwischen den beiden Belgrader Top-Clubs, die regelmäßig für emotionale und mitunter gefährliche Ausschreitungen sorgt.
Die Sicherheitsbehörden werden die Vorfälle genau untersuchen und mögliche Konsequenzen für die verantwortlichen Fan-Gruppen prüfen. Der Vorfall erinnert an vergangene Eskalationen bei Derbys in der Region und wirft erneut Fragen nach angemessenen Sicherheitsvorkehrungen bei solch hochriskanten Begegnungen auf.



