Fifa-Präsident Infantino bestätigt: Iran bei WM 2026 willkommen
Nur 86 Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko am 11. Juni hat Fifa-Präsident Gianni Infantino (55) nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump (79) Klarheit geschaffen. Zuvor hatte Trump Zweifel geäußert, ob eine Teilnahme Irans aus Sicherheitsgründen sinnvoll sei. Doch nun gibt Infantino Entwarnung und betont die Einladung an die iranische Mannschaft.
Gespräch in Washington bringt Klarheit
Der Verbandsboss traf sich mit dem US-Präsidenten in Washington, um den Stand der Vorbereitungen für die erste WM mit 48 Teams zu besprechen. Über das Ergebnis informierte Infantino bei X: „Wir haben auch über die aktuelle Lage im Iran gesprochen und darüber, dass sich die iranische Nationalmannschaft für die Fifa-Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert hat. Während der Gespräche bekräftigte Präsident Trump, dass die iranische Mannschaft selbstverständlich herzlich willkommen ist, an dem Turnier in den Vereinigten Staaten teilzunehmen.“
Infantino fügte hinzu: „Wir alle brauchen jetzt mehr denn je ein Ereignis wie die Fifa-Weltmeisterschaft, um die Menschen zusammenzubringen, und ich danke dem Präsidenten der Vereinigten Staaten aufrichtig für seine Unterstützung, da dies einmal mehr zeigt, dass Fußball die Welt vereint.“ Diese Aussage unterstreicht die diplomatische Rolle des Sports in politisch angespannten Zeiten.
Politische Unsicherheit bleibt bestehen
Obwohl die offizielle Einladung nun geklärt ist, sorgt die politische Lage im Nahen Osten weiter für Unsicherheit. Der Iran ist bereits qualifiziert und soll in der Gruppenphase gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten spielen – alle drei Partien sind derzeit in den USA angesetzt. Doch mehrere Politiker im Iran hatten zuletzt selbst Zweifel an einer Teilnahme geäußert.
Verbandschef Mehdi Taj und Sportminister Ahmad Donjamali stellten angesichts der angespannten Situation infrage, ob das Team überhaupt reisen könne. Diese internen Bedenken zeigen, dass trotz der Zusicherung von Trump und Infantino praktische Hürden bestehen bleiben könnten.
Hintergrund zur WM 2026
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 markiert einen historischen Meilenstein, da sie erstmals mit 48 Teams ausgetragen wird. Die Veranstaltung in den USA, Kanada und Mexiko soll nicht nur sportliche Höchstleistungen bieten, sondern auch als Symbol der Völkerverständigung dienen. Die Klarstellung zur Teilnahme Irans ist dabei ein wichtiger Schritt, um politische Spannungen nicht auf den Sport übergreifen zu lassen.
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die iranische Mannschaft tatsächlich antreten kann, aber die Botschaft von Fifa und US-Regierung ist eindeutig: Der Fußball soll Brücken bauen, unabhängig von geopolitischen Konflikten.



