FIFA würdigt historische Ernennung von Marie-Louise Eta bei Union Berlin
Vor ihrem historischen Debüt als Cheftrainerin des Männerteams von Union Berlin hat Marie-Louise Eta persönliche Glückwünsche von höchster Stelle erhalten. Jill Ellis, Chief Football Officer bei der FIFA und zweifache Weltmeistertrainerin der USA, sandte der 34-jährigen Trainerin einen persönlichen Brief, in dem sie die besondere Bedeutung dieser Ernennung hervorhob.
Ein starkes Signal für Mädchen und Frauen weltweit
In ihrem Schreiben betonte Ellis, dass Etas Beförderung zur ersten Cheftrainerin in einer der Top-Fünf-Männerligen Europas das Fußballspiel insgesamt voranbringe. „Diese Ernennung sendet ein starkes Signal an viele Mädchen und Frauen in der ganzen Welt“, schrieb die FIFA-Funktionärin. Sie unterstrich, dass dieser Schritt zeige, dass Frauen davon träumen könnten, als Trainerinnen auf höchstem Niveau zu arbeiten – sowohl im Frauen- als auch im Männerfußball.
Ellis, die als Nationaltrainerin der USA 2015 und 2019 die Weltmeisterschaft gewann, hob besonders hervor, wie bedeutsam Etas Aufstieg vom Jugend- zum Männertrainer beim Bundesligisten Union Berlin sei. „Dies ist nicht nur ein bedeutender Erfolg für dich persönlich“, schrieb Ellis, „sondern auch ein Beleg für deine harte Arbeit und den Beitrag, den du und der 1. FC Union Berlin geleistet haben, um das Spiel zu entwickeln.“
Historische Premiere gegen Wolfsburg
Marie-Louise Eta war am vergangenen Samstag zur Nachfolgerin von Trainer Steffen Baumgart ernannt worden und wird am kommenden Samstag um 15:30 Uhr (live bei Sky) ihr Debüt im Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg geben. Für diese Premiere wünschte ihr Ellis „jeden Erfolg“.
Die Ernennung der 34-Jährigen wurde vielfach begrüßt, doch Eta musste in sozialen Netzwerken auch sexistische Kommentare ertragen. Dennoch markiert ihre Beförderung einen historischen Moment im deutschen Profifußball, der über die sportlichen Aspekte hinausweist.
Die Glückwünsche der FIFA unterstreichen die internationale Aufmerksamkeit, die dieser Personalie zuteilwird. Ellis betonte in ihrem Brief abschließend, dass solche Schritte essenziell seien, um den Fußball für alle Geschlechter weiterzuentwickeln und Barrieren abzubauen.



