Fortuna Düsseldorf: Abstiegsangst lähmt den gesamten Klub und seine Zukunftsplanung
Als Fortuna Düsseldorf zuletzt eine positive Phase erlebte, schien endlich wieder Ruhe einzukehren. Doch die schnelle Rückkehr in die Krise hat den gesamten Verein nun vollständig gelähmt. Nach den enttäuschenden Niederlagen in Braunschweig (0:1) und gegen Hertha BSC (2:5) herrscht erneut höchste Alarmbereitschaft.
Die Ergebnisse und der Umgang damit sind alarmierend
Nicht nur die schlechten Resultate selbst bereiten Sorgen, sondern vor allem die Art und Weise, wie mit diesen Rückschlägen umgegangen wird. Es zeigt sich deutlich, dass längst nicht alle Beteiligten verstanden haben, dass Fortuna Düsseldorf ernsthaft abstiegsgefährdet ist. Die jüngsten Leistungen reichen bei weitem nicht aus, um auch in der kommenden Saison in der 2. Liga spielen zu können.
Da diese Situation nun wieder völlig unklar ist, steht praktisch alles andere ebenfalls in Frage. Vom 17. bis zum 26. Spieltag hatte Fortuna mit starken 17 Punkten noch die erfolgreichste Mannschaft der gesamten Liga gestellt. Diese Phase veranlasste die Verantwortlichen, ihre Zukunftsplanung immer stärker auf die Zweitklassigkeit auszurichten.
Kompletter Stillstand bei allen Entscheidungen
Sieben Spieltage vor Saisonende liegt nach aktuellen Informationen jedoch alles auf Eis. Ob Gespräche mit auslaufenden Vertragsspielern oder andere wesentliche Entscheidungen – sämtliche Prozesse sind zum Stillstand gekommen. Ein Absturz in die 3. Liga wäre finanziell so verheerend, dass sich der Klub darauf kaum vorbereiten könnte.
Es geht dabei keineswegs nur um die Profimannschaft, sondern um den gesamten Verein. Jeder Angestellte muss bei einem Abstieg mit erheblichen Einbußen oder sogar mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes rechnen. Die Profis spielen somit nicht nur für sich selbst, sondern für die Zukunft aller Mitarbeiter.
Die Verantwortungsträger haben es nicht verstanden
Das grundlegende Problem: Diejenigen, die diese Verantwortung tragen, haben die Ernsthaftigkeit der Situation nach wie vor nicht erkannt. Sportdirektor Sven Mislintat sagte nach der Hertha-Pleite deutlich: „Wir haben klar gesehen, warum wir immer noch gegen den Abstieg spielen und das auch noch bis zum Ende der Saison werden. Zu gut ist niemand für den Abstiegskampf in der 2. Liga!“
Doch im näheren Umfeld der Mannschaft – abgesehen von Spielern und Trainern – herrscht weiterhin der Glaube vor, den Klassenerhalt locker zu schaffen und über mehr als genug Qualität zu verfügen. Da diese Einschätzung der Realität nicht entspricht, dominiert bei Fortuna Düsseldorf nun die Abstiegsangst und ein lähmender Stillstand.
Die starke Phase zwischen dem 17. und 26. Spieltag, in der Fortuna mit Siegen gegen Fürth (2:1) und in Nürnberg (1:0) punkten konnte, ist längst vergessen. Statt über einen möglichen Aufstieg in die Bundesliga nachzudenken, kämpft der Verein nun ums nackte Überleben in der 2. Liga.



